Projekt wurde im Februar vorgestellt

Für einen würdigen Gedenkort: Baustart am Jerusalemplatz

Es tut sich was! Auf dem Jerusalemplatz in Fulda - zwischen Lindenstraße, Bahnhofstraße und Rabanusstraße - wird seit einigen Tagen gebaut.
Fotos: Rene Kunze

04.09.2025 / FULDA - Endlich tut sich was! Auf dem Jerusalemplatz in Fulda - zwischen Lindenstraße, Bahnhofstraße und Rabanusstraße - wird seit einigen Tagen gebaut. Einst befand sich hier ein jüdischer Friedhof, der bis etwa 1906/07 in Nutzung war und wurde später als Grünfläche umgestaltet. Nun soll dort ein würdiger Gedenkort entstehen.



Wir erinnern uns: Während der NS-Zeit kam es dort zu Schändungen. Nach dem Krieg erwarb die Stadt die Fläche, die zunächst als Park (Jerusalempark) und zeitweise mit einem Zollamt genutzt wurde. Jetzt plant die Stadt Fulda, diesen historischen Ort in einen würdigen Gedenkort zu verwandeln - mit einer Million Euro Budget. Das Projekt wurde in einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Kulturausschuss Anfang Februar dieses Jahres im Stadtschloss präsentiert (OSTHESSEN|NEWS berichtete damals). Die Fläche soll künftig unter anderem durch einen kunstvollen "Buchstabenzaun" (ein Psalmzitat) eingefasst und von einem Zugang von der Rabanusstraße her betreten werden können. Außerdem sollen weitere Objekte wie ein Band der Erinnerung folgen.

"Sofern es im Bauablauf nicht zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommt, sollen die Arbeiten im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen sein", erklärt die Stadt Fulda auf O|N-Anfrage. (ms) +++

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