Vorschläge ablehnen reicht nicht
Umweltverbände fordern konkrete Maßnahmen von K+S gegen Salzabwässer
Archivfoto: O|N/Carina Jirsch
03.09.2025 / NEUHOF -
Die Umweltverbände, die am Runden Tisch zur Verschmutzung durch salzhaltige Abwässer aus dem Kalibergbau teilnehmen, stellten nach dem Treffen am 27. August Forderungen an das Unternehmen K+S. Sie fordern das Unternehmen endlich dazu auf, konkrete Vorschläge zu machen, wie die starke Umweltbelastung durch die Abwässer der Rückstandshalde in Neuhof-Ellers deutlich verringert werden kann.
"Es reicht nicht, nur die Vorschläge anderer abzuwehren"
Thomas Norgall, BUND Hessen, sagte: "K+S muss am Runden Tisch endlich konkrete Vorschläge zur Reduktion der Umweltbelastungen vorlegen. Es reicht nicht, nur die Vorschläge anderer abzuwehren. Eine schnelle Abdeckung größerer Haldenbereiche mit Photovoltaikanlagen würde den Salzwasseraustrag sofort verringern und K+S könnte mit dem Sonnenstrom auch noch Geld einnehmen."Reinhard Kolb, HGON machte klar: "K+S ist der Verursacher der gewaltigen Salzhalde in Neuhof und wir warten seit einem Jahr auf Vorschläge, wie die Halde zurückgebaut werden kann. Doch K+S spricht nach wie vor von weiteren Aufhaldungen bei einem Weiterbetrieb nach dem Jahr 2035. So funktioniert ein Dialog nicht."
"Im Eckpunktepapier, das Grundlage des Runden Tisches ist, hat sich K+S verpflichtet, weitere Flächeninanspruchnahmen soweit möglich zu vermeiden und die Planungen möglichst auf das Betriebsgelände zu beschränken. Jetzt muss das Unternehmen endlich sagen, wie dieses Ziel erreicht werden kann", sagte Jörg Burkard, NABU Hessen.
K+S verweigert den Dialog
Die Naturschutzverbände bedauern, dass K+S an der letzten Sitzung am vergangenen Mittwoch nicht teilgenommen und sich dem Dialog verweigert hat. Mit ihrem Beschluss haben die anwesenden Mitglieder des Runden Tisches ihre Unzufriedenheit mit dem Verhalten von K+S in den letzten Monaten zum Ausdruck gebracht und die Vertragsparteien des Runden Tisches, die Gemeinde Neuhof, die BI Umwelt Neuhof und K+S, aufgefordert, sich auf einen gemeinsamen Vorschlag für die Arbeit der letzten Monate des Runden Tisches zu verständigen. Diese Chance sollte das Unternehmen nun ergreifen. (mis/pm) +++Symbolfoto: O|N/Nina Seikel
Archivfoto: O|N/Carina Jirsch