Der Stadtpfarrer bei O|N
Tag der Schöpfung 2025 - "Gott, du hilfst Menschen und Tieren"
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
03.09.2025 / FULDA -
In jedem Jahr wird mit einem eigenen Motto und einem daran angelehnten Motiv auf einen Aspekt der Schöpfungsverantwortung des Menschen besonders hingewiesen. In diesem Jahr 2025 wird das vielfältige Verhältnis von Menschen und Tieren im Mittelpunkt stehen. Auf dem dazugehörigen Motivbild ist eine Pfote und eine Hand zu stehen symbolisch für die jahrtausendelange Domestikationsgeschichte vom Wildtier zum Haustier und den wechselvollen Umgang des Menschen mit Haus- und Nutztieren zwischen Nutzung, Ausnutzung, Verwahrlosung und Überzüchtung.
Das bedeutet: Tiere nicht nur als "Ressourcen" zu sehen, sondern als Mitgeschöpfe. Landwirtschaft so zu gestalten, dass sie Leben erhält, statt zerstört. Lebensräume zu schützen, damit Vielfalt gedeihen kann. Und schließlich uns selbst als Teil der Schöpfung wahrzunehmen – nicht als Herren, sondern als Hüter. "Gott, du hilfst Menschen und Tieren." Dieser Satz ist nicht nur eine Feststellung, sondern ein Versprechen. Er gilt uns allen, gerade in Zeiten von Krisen und Erschöpfung. Wir sind nicht allein unterwegs. Wo wir Verantwortung für das Leben übernehmen, da sind wir im Einklang mit Gottes Herzschlag für die Welt. Mögen wir an diesem Tag der Schöpfung neu spüren: Wir sind Teil eines großen, heiligen Zusammenhangs. Gott segnet Menschen und Tiere. Und wir sind
eingeladen, mitzuwirken, damit seine Schöpfung aufatmet und Leben in Fülle erfährt. (Stefan Buß) +++