Dialog mit Bürgern

Unterwegs in Maberzell und am Trätzhof - vorletzte CDU Begehung

Tempolimit, geplanter Wertstoffhof und die Agri-Photovoltaik-Anlage: die vorletzte Sommerbegehung der CDU Stadtfraktion führte die Beteiligten an diesem Freitag nach Maberzell (Fulda).
Fotos: Anna Weißenberger

09.08.2025 / FULDA - Tempolimit, geplanter Wertstoffhof und die Agri-Photovoltaik-Anlage: die vorletzte Sommerbegehung der CDU Stadtfraktion führte die Beteiligten an diesem Freitag nach Maberzell (Fulda). Als Einheimischer moderierte Landtagsabgeordneter Thomas Hering die Veranstaltung und band dabei auch immer wieder die Bürger mit ein.



"Schön, dass Sie alle da sind. Wir wollen die Themen, die die Menschen hier bewegen, auch heute hautnah geschildert bekommen und ich garantiere, dass wir alle Themen notieren und nachbesprechen werden", begrüßte Thomas Hering die zahlreichen Anwesenden vor der Mathäuskirche Trätzhof, dem Startpunkt der Begehung.

Ein erstes Thema war schnell gefunden, denn Harald Grösch, Wirt im anliegenden Restaurant Am Trätzhof, sprach sogleich die neue Straße an, die erst Ende letzten Jahres fertiggestellt wurde: "Die Baustelle und auch die Umleitung, die für uns geplant wurde, sind wirklich gut gelaufen. Das spricht für die Stadt und wir sind alle sehr glücklich über unsere neue Straße." Nachdem die Bürger die Beteiligten noch auf den geringen Wasserdruck im Oberdorf und den Schotterbelag vor der Bushaltestelle aufmerksam gemacht hatten, ging es schon zur nächsten Station: die Kirche im Zentrum von Maberzell.

Lärmbelästigung durch B254

"Wir stehen hier vor der Kirche, die das größte Altarbild Europas beheimatet. Auch vor der Kirche ist in den letzten Jahren einiges passiert, so wurde der Dorfplatz erneuert und dieser angrenzende Spielplatz errichtet", gab Hering den Anwesenden einen Überblick. Das nächste Anliegen der Bürger ließ auch nicht lange auf sich warten, denn ein Anwohner äußerte: "Wir finden es gut, dass das Tempo auf der B254 nachts auf 70 km/h begrenzt wurde. Das Problem ist leider, dass die meisten nach dem Schild wieder beschleunigen und das macht einen wahnsinnigen Lärm. Könnte man dahingehend noch etwas unternehmen?" Hering antwortete: "Es gab schon verschiedene Überlegungen. Das Tempolimit kann aber nicht verlängert werden, weil es sich nur um ein Lärm-Limit handelt." Auch die Option eines permanenten Blitzers habe man diskutiert. "Leider kann die Stadt nicht selbst entscheiden, wie und wo Geschwindigkeiten begrenzt werden. Ein fester Blitzer war in Niesig schon schwer durchzusetzen und dort ist wesentlich enger besiedelt. Jeder feste Blitzer muss in Wiesbaden genehmigt werden", gab Wehner zu Bedenken.

Verkehrsbelastung durch geplanten Wertstoffhof

Auch der geplante Wertstoffhof bereitet den Bewohner Sorgen. Dieser soll auf einer Erweiterungsfläche des Gewerbegebiets an der Straße zwischen Haimbach und Maberzell entstehen. Ein Anwohner befürchtete, dass es durch den Hof zu erhöhtem Verkehrsaufkommen in Maberzell, vor allem durch Lastkraftwagen, kommen könnte. Dafür habe man schon Verkehrsprognosen aufgestellt, wie der Bürgermeister erklärte: "Natürlich wird es zu einem erhöhten Verkehrsaufgebot kommen, das auch wahrnehmbar sein wird. Die Prognose sagt etwa 1260 pro Tag." Auf den Vorschlag eines Anwohners, ob man die Lastkraftwagen auch über Haimbach leiten könne, konnte Wegner nur schmunzeln. "In Haimbach haben wir schon heute 10.900 Fahrzeuge pro Tag, das ist da eine ganz andere Dimension. Wir können nicht einfach sagen, dass wir die LKWs über einen anderen Weg schicken, es gibt auch da Regeln", erwiderte er, "Wir leben in einer wachsenden Stadt, in der auch immer mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können. Und da sollte es im Interesse aller sein, solche Projekte wie hier voranzutreiben."

"Ökonomie und Ökologie verbinden"

Auch in Sachen erneuerbare Energien wird sich nächstes Jahr einiges tun, denn Landwirt Phillip Hütsch wird im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit Rhön Energie eine Agri-Photovoltaik-Anlage errichten. Zum Konzept erklärte er: "Die Anlage wird über Johannisbeersträuchern stehen, die durch die Paneele vor Wettereinflüssen geschützt werden. Wir halten uns streng an die Nutzungsnormen und die Anlage wird nur 2,10 Meter hoch sein." Außerdem biete sie auch Anschlussmöglichkeiten ans Münsterfeld. "Aus meiner Sicht ist das ein Projekt, das Ökonomie und Ökologie verbindet. Das hat auch Potenzial zum Leuchtturmprojekt", lobte Wehner

Fit für Ganztags-Unterricht

Als Letztes wurde die Sanierung der Grundschule in den Blick genommen. Bürgermeister Dag Wehner erklärte: "Ein Gebäudeteil wird komplett neu errichtet und es entstehen dort neue Lehr- und Aufenthaltsräume. Auch die Barrierefreiheit ist in Zukunft sichergestellt." Er ist sich sicher: "Die Zahl der Kinder wird in den nächsten Jahren weiter steigen. In zwei bis drei Jahren können wir uns dann über eine neue, moderne Grundschule freuen." (Anna Weißenberger) +++

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