Entgleiste Waggons geborgen

Nach Bahnunglück: Kranzug der Notfalltechnik Fulda vor Ort im Einsatz

Ein verladener Zug-Waggon steht an der Unfallstelle bei Riedlingen. Im Hintergrund der Notfallkran aus Fulda
Foto: picture alliance/dpa | Jason Tschepljakow

01.08.2025 / RIEDLINGEN/FULDA - Das Bahnunglück bei Riedlingen (Kreis Biberach) hat bundesweit für Trauer und Entsetzen gesorgt. Wie mehrfach berichtet, waren am vergangenen Sonntagabend mindestens zwei Waggons des Regionalexpresses RE55 aus den Schienen gesprungen, einer war komplett umgekippt. Drei der Zuginsassen starben bei dem Unfall, darunter auch der Lokführer und ein Azubi der Bahn sowie eine 70-jährige Frau und es gab über 40 Verletzte. Bei der Bergung ist unter anderem ein Kranzug der Deutschen Bahn aus Fulda im Einsatz.



Die Ursache des schrecklichen Unfalls war laut Polizei mutmaßlich ein durch Starkregen übergelaufener Abwasserschacht, der einen Erdrutsch ausgelöst hatte. Der Regionalzug fuhr über das Hindernis auf den Schienen, die Wagen schoben sich ineinander und entgleisten daraufhin.

Bei den nachfolgenden umfangreichen Bergungsarbeiten war auch Equipment aus dem Fuhrpark der DB-Notfalltechnik aus Fulda beteiligt. Die Bergung des entgleisten Regionalexpresses sei wegen des schwer zugängigen Geländes vor Ort sehr komplex, teilte ein Bahnsprecher auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS mit. Dabei sei auch ein Kran der Notfalltechnik Fulda vor Ort im Einsatz. Für den letzten Wagen sei ein besonderes Bergungskonzept erarbeitet worden, weil der Zugang für den Schienenkran erst hergestellt werden musste. Die geborgenen Fahrzeuge werden mit einem Tieflader zu einem Firmengelände in der Region gebracht.

Bundesweiter Einsatz der Notfalltechnik aus Fulda

Der Fuhrpark der Notfalltechnik der Deutschen Bahn in Fulda kommt wegen seiner zentralen Lage in der Mitte Deutschlands immer wieder bundesweit zum Einsatz. Zwei Notfallkräne, Hilfs- und Rettungszüge sowie der Ausbildungszug Gefahrgut sind auf dem Werksgelände der Bahn am Fuldaer Bahnhof stationiert. Die beiden 160 und 100 Tonnen tragenden Notfallkranzüge heißen "Herkules" und "Zeus" und haben rund neun Millionen Euro gekostet. Sie sind Tag und Nacht einsatzbereit und werden nach einem entsprechenden Alarmierungsplan durch DB-Mitarbeiter besetzt. Beim Notfallmanagement sind rund 45 Mitarbeiter beschäftigt. (ci) +++

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