Eine besondere Einheit

Float Fitness: Handballer des Bundesligisten MT Melsungen auf Abwegen

Viel Spaß hatten die Handballer des Bundesligisten Melsungen
Foto: Selina Rieger

30.04.2023 / MELSUNGEN - Nicht Schwitzen im Kraftraum, sondern Balancieren auf einer Art Surfbrett im Schwimmbecken: Profis des Handball-Bundesligisten MT Melsungen absolvierten ein besonderes Fitness-Programm – inklusive Stürze ins Wasser. Was war denn da los?

Phasen, in denen ein Großteil der Mannschaft bei den jeweiligen Nationalteams verbringt, gibt es immer wieder während einer Saison. Bei der MT Melsungen ist das nicht anders. Für Athletik-Trainer Dr. Florian Sölter bieten diese Phasen die Möglichkeit, außergewöhnliche Belastungsformen zu wählen. In diesem Fall: eine Einheit Float-Fitness.

Willkommene Abwechslung zum normalen Krafttraining

Unterstützt wurde er vom MT-Partner BLU. In das Fitness-Studio in Guxhagen hatte Sölter die verbliebenen MT-Spieler bestellt – genauer gesagt: in das dortige Schwimmbecken. Auf Brettern, die auf den ersten Blick an die Boards beim Stand-up-Paddling erinnern und die mit Seilen am Rand fixiert werden, vollführten Julius Kühn und Co. verschiedene Übungen wie Kniebeuge, Plank oder den Bergsteiger. Eine wackelige Angelegenheit, bei der die Handballer reihenweise ins Wasser plumpsten und für Lacher sorgten: "Eine willkommene Abwechslung zum normalen Krafttraining", sagte Julius Kühn anschließend mit einem Grinsen.

Als reine Gaudi sollte die Einheit aber keinesfalls dienen. "Natürlich sollten die Jungs Spaß haben", erklärt Sölter. Trotzdem sei es auch darum gegangen, die Kraftausdauer zu verbessern. Der Athletik-Coach spricht von einem Low-Impact-Cross-Training, heißt: Weil die Profis ihre Übungen nicht wie sonst auf einem harten Hallenboden absolvierten, sei der passive Bewegungsapparat geschont worden, also Knochen, Sehnen und Bänder. Dadurch verringere sich die Belastung auf die Gelenke, und die Bewegungen würden als angenehmer empfunden.

Mehr Arbeit für die Muskulatur

Dafür kam auf die Muskulatur deutlich mehr Arbeit zu. Denn durch die Wellen und die Instabilität des Brettes sei mehr Koordination und mehr Zusammenspiel der einzelnen Muskeln vonnöten gewesen. "Im Vergleich zu normalen Bedingungen hast du dann eine andere Intensität", sagt Sölter.

Gut eine Stunde machte der Athletik-Trainer die MT-Profis im wahrsten Sinne des Wortes nass. Die Spieler seien stets bemüht gewesen, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. Fortsetzung nicht ausgeschlossen. (pm) 

Ein Video von der Einheit Float-Fitness der MT-Profis gibt es hier: www.youtube.com/shorts/4NNcev2cqbc +++