Forsthaus Cup-Turníere mit 106 Teams

Nach der Corona-Pause: Die Resonanz beim Nachwuchs ist überwältigend

Szene vom Turnier der C-Junioren beim Forsthaus-Cup in Niederaula
Fotos: Hans-Hubertus Braune

21.01.2023 / NIEDERAULA - Dass es im Nachwuchsfußball Probleme gibt - Spieler, Trainer oder Betreuer zu gewinnen, die modifizierte Rolle der Eltern und manches mehr -, ist nicht neu. Dass es aber nicht so sein muss, bewiesen die Hallenturniere des SV Niederaula um den Forsthaus Cup. Und die Zahlen sprechen für sich: 80 Mannschaften nahmen an acht Juniorenturnieren teil - nimmt man die Konkurrenzen der Herren und die der Hobbyteams hinzu, waren es zehn Wettbewerbe mit 106 Teams , die der Veranstalter schulterte.

Nach zweijähriger coronabedingter Pause war es für so manchen wie eine Reise ins Ungewisse. Auch für Thomas Rohrbach, der sich seit Jahren um die Turniere für den Nachwuchs kümmert - in der Einladung der Mannschaften, als Ansprechpartner, in der gesamten Organisation, auch und nicht zuletzt vor Ort, dem Verkauf. Sozusagen als Mädchen für alles. Ein Bürgermeister an der Basis halt. Am Pulsschlag eines Vereins. Ganz eng bei den Leuten.

Lade ich ein nach der Corona-Pause? Die Resonanz war überwältigend

"Es war schwierig", bemerkt er. "Laden wir ein nach der langen Pause?" Und die Einladungen gingen raus. Entgegen der üblichen Vorlaufzeit dieses Mal später - erst im Dezember. Kurz vor Weihnachten.  "Als absehbar war, dass die Coronabedingungen mehr und mehr gelockert wurden", fühlte sich Rohrbach jetzt wohl in seiner Haut. Trotzdem blieb die Befürchtung, "dass ich überhaupt zehn Mannschaften pro Altersklasse kriege".

Zielgruppen waren Nachwuchsteams der Fußball-Regionen Fulda und Kassel. Und, womit niemand wirklich rechnete: die Resonanz war überwältigend. Zahlreiche Rückmeldungen trudelten ein - derart viele, dass einige Mannschaften gar mit einer Absage vorliebnehmen mussten. Die Teams reichten von der JSG Kinzigtal im äußersten südlichen Zipfel der Region Fulda bis zu den Großvereinen in Kassel, dem KSV Baunatal und dem KSV Hessen Kassel, der mit drei Teams in der Großsporthalle in Niederaula aufkreuzte.

Freude, Ehrgeiz, Leidenschaft - und drei Turniersiege für den Gastgeber

Freude, Ehrgeiz und Leidenschaft beim Nachwuchs waren groß, bisweilen hatte man auch den Eindruck, dass die Leistungen gar nicht gelitten hatten. Sportlich lohnte sich das auch für den Gastgeber: Der JFV Aulatal fuhr drei Turniersiege ein - bei den F-Junioren (Trainerduo: Björn Battenberg, Timo Allendorf), den C-Junioren (unter der Anleitung von André Honstein, Fabian Wacker und Denis Oberhöller) und bei den B-Junioren (René Bickel und Steffen Weppler fungierten als Köpfe).

Doch:  der sportliche Aspekt war die eine Seite - was alles dazugehört, um solch eine Vielzahl an Turnieren auszurichten, die andere. Das Orga-Team war umfangreich. An der Turnierleitung beteiligten sich Spieler der ersten und zweiten Mannschaft der SG Niederaula/Kerspenhausen, auch Kids und Jugendliche übernahmen Verantwortung. Das Verkaufsteam bestand aus verlässlichen Kräften, die teilweise durchgehend arbeiteten. Nicht zu vergessen das beinahe kongeniale "Kopf-Duo", bestehend aus Florian Diebel und Thomas Rohrbach. 

Die beiden Letztgenannten waren permanent im Einsatz. Doch Rohrbach wäre nicht er selbst, wenn er nicht sagen würde: "Die Truppe, die ich habe, auf die kann ich mich verlassen." Doch abschließend gibt er einen Einblick in seine Arbeit. Arbeit, die keiner sieht. "Gefühlt habe ich 500 Mails geschrieben. Die Turniere waren schon eine Herausforderung." Und er kam darauf zurück, wie Menschen reagieren würden nach der langen Corona-Pause. Niemand wusste es. "Alle haben sich bedankt, dass wir was gemacht haben." (wk) 


Die Liste der Sieger

E2-Junioren: JSG Schlitzerland
D2-Junioren: JSG Neuenstein
F-Junioren: JFV Aulatal
B-Junioren: JFV Aulatal

E1-Junioren: KSV Hessen Kassel
D1-Junioren: JSG Distelrasen
G-Junioren: Haimbacher SV
C-Junioren: JFV Aulatal  +++