Bad Königshofen - Fulda-Maberzell 3:0

Fuldaer Team ist in Unterfranken chancenlos - Trainer Qing Yu Meng springt ein

Trainer Qing Yu Meng
O|N-Archivfoto: Carina Jirsch

08.01.2023 / BAD KÖNIGSHOFEN/FULDA - Es hat nicht gereicht zur ersehnten Revanche. Die personellen Voraussetzungen ließen es kaum zu aus Sicht des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell: Ruwen Filus fiel krankheitsbedingt kurzfristig aus - für ihn sprang Trainer Qing Yu Meng in die Bresche. Obwohl der sich gegen Bastian Steger prima schlug und zeigte, was er als fast 50-Jähriger nach wie vor kann. Doch nach gut 78 Minuten stand die glatte 0:3-Niederlage in der Tischtennis-Bundesliga beim TSV Bad Königshofen zu Buche. 

Im Auftaktspiel des Abends in Unterfranken stellte sich Maberzells Trainer Qing Yu Meng der Herkulesaufgabe gegen Bad Königshofens Nummer eins Bastian Steger. Und Fanbos Vater, der in diesem Jahr 50 wird, verlangte dem Favoriten, der eine 9:4-Einzelbilanz in der Bundesliga aufweist, nicht alles - aber vieles ab. Auch wenn er glatt in drei Sätzen unterlag, verdient Qing Yus Leistung allerhöchsten Respekt. 

Die Leistung des Trainers verdient allerhöchsten Respekt

Als Penholder-Spieler brachte Fuldas Linkshänder einiges mit: Der Coach spielte taktisch klug, unorthodox und zwang Steger in zwei der drei Sätze in die Overtime. Phasenweise war Hitchcock zu Besuch in der Shakehands-Arena in Unterfranken. In Durchgang eins hatte Qing Yu vier Satzbälle - zog aber noch mit 11:13 den Kürzeren. In Satz drei zeigte der fast 50-Jährige noch einmal, was in ihm steckt: Aus dem 0:3 machte er ein 6:3, besaß später nach einem Kantenball und dem 10:9 wieder Satzball - unterlag aber auch hier.

Im zweiten Match der Partie wurde deutlich, dass Fuldas Alexandre Cassin noch nicht seinen Rhythmus der Vorsaison gefunden hat. Auch er fand in seinem Gegenüber Kilian Ort den besseren Kontrahenten. Ort war wacher, spritziger und deutlich handlungsschneller. Seine Vorzüge: Vorteile in der Aufschlag-Rückschlag-Bewegung, die kurze Ausholbewegung und die eigentlich auch Cassin zugehörige Offensivpower. Es war klar: Wer als Erster die Initiative übernimmt und zum Angriff findet, gewinnt das Match. Nur der zweite Satz verlief spannend, als sich Cassin zum 10:10 herankämpfte, nochmals zum 11:11 ausglich - aber mit 11:13 unterlag. Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell lag zur Pause mit 0:2 zurück - ein Sieg war an diesem Abend in weite Ferne gerückt. 

Fanbo  Meng gewann den einzigen Satz für sein Team, wirkte aber zu passiv

Zwar gelang Fanbo Meng im dritten Einzel das, was Cassin zuvor verwehrt blieb - er gewann den zweiten Satz und damit den einzigen für den TTC RhönSprudel an diesem Abend - doch auch der Jung-Nationalspieler zog gegen Filip Zeljko den Kürzeren. Nur in diesem zweiten Durchgang fand der junge Fuldaer besser zu sich, spielte mutiger und zeigte eine bessere Körpersprache. Ansonsten reagierte Fanbo zu sehr, wirkte zu passiv und konnte sich auf schnelle Spiel seines Kontrahenten mit vielen kurzen Bällen nicht einstellen.

Nach gut 78 Minuten war alles vorbei an diesem für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gebrauchten Abend. Der Fokus liegt nunmehr auf dem Heimspiel am kommenden Freitag gegen Werder Bremen. (wk)



Die Spiele im Einzelnen

Bastian Steger - Qing Yu Meng           3:0 (13:11, 11:7, 12:10)

Kilian Ort - Alexandre Cassin              3:0 (11:8, 13:11, 11:8)

Filip Zeljko - Fanbo Meng                   3:1 (11:4, 9:11, 11:7, 11:7) +++

Rückte an Position eins: der Franzose Alexandre Cassin
Archivfotos: Rölf-Günter Herchen
Fanbo Meng