Ein Sieg muss her

Trotz Negativlauf: TTC reist mit viel Optimismus nach Grünwettersbach

Alexandre Cassin scheint wieder zu seiner alten Form zu finden
Archivfotos: Rolf Günther Herchen

15.12.2022 / FULDA - Letzte Saison noch Pokal-Halbfinalist und Playoff-Teilnehmer, jetzt Tabellenvorletzter. Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat in der laufenden Saison in der Tischtennisbundesliga eine harte Bruchlandung hingelegt. Zwei Spieltage vor Hinrundenende steckt man mit nur zwei Siegen sogar im Abstiegskampf. Ein Sieg am Freitag in Grünwettersbach (19 Uhr) ist daher schon fast Pflicht.  

Trotz der prekären Tabellensituation fahren die Maberzeller mit Optimismus nach Baden. Grund dafür: der letzte Auftritt gegen Bad Königshofen. Zwar verlor man das Spiel am Ende im Doppel mit 2:3, doch davor zeigte die Mannschaft eine starke Leistung, inklusive dreier vergebener Matchbälle durch Ruwen Filus. "Auch wenn wir unglücklich verloren haben, hat uns der Auftritt Mut gemacht", sagt TTC-Präsident Stefan Frauenholz. Mit einem ähnlichen Spiel und etwas mehr Glück in den entscheidenden Situationen sollte auch gegen Grünwettersbach, das zuletzt vier von fünf Spielen gewannen, etwas zu holen sein. 

Cassin auf dem Weg zu alter Stärke 

Pünktlich zum Jahresabschluss scheint auch Alexandre Cassin wieder richtig in Fahrt zu kommen. Der Shootingstar der vergangenen Spielzeit war seit Saisonbeginn auf der Suche nach seiner Form. Bei der Niederlage gegen Bad Königshofen gab es jetzt erste Anzeichen der Besserung. Klar mit 3:0 gewann er sein Einzel gegen Filip Zeljko - es war überhaupt erst sein zweiter Einzelsieg in dieser Saison. "Alexandre hatte einige Wochen keine Trainingsgruppe. Aktuell trainiert er hier in Fulda mit unserem Trainer. Man sieht schon, dass es wieder aufwärts geht. Ab Januar hat er dann eine neue Trainingsgruppe in Bordeaux, dann hoffen wir wieder auf den alten Alexandre", erklärt der TTC-Präsident das Formtief des ehemaligen Junioren-Europameisters.

Ab Januar wird dann Fuldas Spitzenspieler Quadri Aruna nicht mehr zur Mannschaft gehören. Der Nigerianer war in den letzten Wochen und Monaten stark durch internationale Turniere eingebunden. Die letzte Kraft und Fokussierung für die Aufgaben in der TTBL fehlten. Ein weiteres Mosaiksteinchen für die bislang so enttäuschende Saison - und der Grund, weshalb Aruna seinen Vertrag zum Jahresende beim TTC auflöst, wie Frauenholz bestätigt. 

"Müssen uns überraschen lassen"

In Grünwettersbach soll er aber noch mithelfen, den dritten Saisonsieg einzufahren. Mit welcher Mannschaft die Gastgeber dabei antreten werden, ist allerdings noch unklar. Mit Wang Xi verletzte sich ein Leistungsträger gegen Mainz. Sein Einsatz ist fraglich. Genau wie der von Tiago Apolonia, der zuletzt gar nicht zum Einsatz kam. "Wir müssen uns überraschen lassen", so Frauenholz abschließend. Beim TTC hingegen sind alle an Bord. (fh)+++

Stefan Frauenholz

Quadri Aruna will vor seinem Abgang zum Jahresende noch einmal jubeln