Gerade für den ländlichen Teil

Mehr Hausarztsitze im Landkreis Fulda: KV ändert die Versorgungsbereiche

Positive Signale gerade für den ländlichen Raum des Landkreises Fulda.
Symbolfoto: O|N

25.11.2022 / REGION FD - Damit hätte wohl in diesem Jahr niemand mehr gerechnet: Dem Landkreis Fulda wurden fünf zusätzliche Hausarztsitze zugeteilt. Ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung vor Ort, denn der Mangel an Hausärzten ist vor allem in der ländlichen Region spürbar.

Im Kreisausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit am Mittwochabend sorgte ein Vortrag der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) für Aufklärung. In diesem wurden auch die Änderungen der Versorgungsbereiche der Hausarztsitze vorgestellt - zur Freude aller Beteiligten.

Durch die Veränderung der Versorgungsbereiche kommt das Planungsgremium aus KV und Krankenkassen einer Forderung der Region nach. Dies erlaubt die genauere und zielgerichtetere Planung der hausärztlichen Versorgung für den Zulassungsausschuss. Der Versorgungsbereich Fulda umfasste bisher den Landkreis ohne Altkreis Hünfeld. Jetzt wird die Stadt aus dem Landkreis ausgegliedert. Für den Landkreis bedeutet dies effektiv mehr Hausarztsitze, die nunmehr vergeben werden können. "Diese Neuordnung der Planung verbessert die Versorgungssituation in der Region spürbar", so Thomas Hering, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

Großes Lob an Vize-Landrat Frederik Schmitt


"Wir begrüßen diese Entwicklung und bedanken uns bei allen, die daran mitgewirkt haben - insbesondere dem langjährigen Einsatz des Gesundheitsdezernenten des Landkreises Fulda Frederik Schmitt, der in vielen Gesprächen mit Vertretern der Krankenkassen, der KV und auf landespolitischer Ebene für diese Veränderung geworben hat", bestärkt Melissa Herber, Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises Familie und Generationen, Gesundheit und Soziales. "Unser Landkreis setzt sich aber auch direkt mit zahlreichen Initiativen für die Verbesserung der medizinischen Versorgung ein."

So gibt es einige innovative Maßnahmen, die bereits heute zu Verbesserungen führen. Aus dem Projekt Landpartie wurde Landpartie 2.0 mit im Schnitt sechs Studenten beziehungsweise Absolventen pro Jahrgang. Dabei lernen Medizinstudenten die Arbeit in Arztpraxen auf dem Land kennen. Mit dem Fulda-Stipendium werden Medizinstudenten mit Bezug zu Fulda gefördert. Damit einher geht die Verpflichtung einer mindestens dreijährigen Tätigkeit in einer Praxis, einem Krankenhaus oder beim Gesundheitsamt des Landkreises.

Hebammenkunde kann in Fulda studiert werden

Das Projekt Hebammen für Fulda fördert die Qualifizierung und Niederlassung von Hebammen im Landkreis. Diese verpflichten sich als Ausgleich dazu, sich mindestens zwei Jahre lang im Kreis niederzulassen. Auch wird es ab dem kommenden Jahr die Möglichkeit geben, Hebammenkunde an der Hochschule Fulda zu studieren.

Im Rahmen des Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin wird Ärzten Hilfestellung und Begleitung bei der Weiterbildung zum Facharzt geboten. Und schließlich gibt es seit dem Wintersemester 2022/23 die Kooperation zwischen der Uni Marburg, Hochschule und Klinikum Fulda. In diesem Rahmen durchlaufen 90 Studenten ihre klinische Ausbildung in Fulda. 

"Ziel dieser Maßnahmen ist, die medizinische Versorgung in unserer ländlichen Region auch langfristig sicherzustellen. Besonders wichtig hierfür ist die Gewinnung von medizinischem Personal. Viele dieser und weitere Initiativen wurden durch Anträge unserer Fraktion angestoßen. Wir setzen uns auch weiterhin dafür ein, dass die medizinische Versorgung in unserer Heimat auf dem bestmöglichen Level bleibt", so Thomas Hering, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. (pm)+++