"Vielfalt aus heimischen Gärten"

Deko aus Abfall: Weihnachtlicher regio'Markt punktet mit nachhaltigem Konzept

Der weihnachtliche regio'Markt erhält eine nachhaltige Deko.
Fotos: Maria Franco

25.11.2022 / FULDA - "Grünes" Gesicht für noch mehr Weihnachtsflair: Am regio'Markt am Fuldaer Buttermarkt stehen nicht nur Produkte und Menschen aus der Region im Fokus, auch der dekorative Charakter erhält eine besondere Note. Tannengrün, Mistelzweige, Lorbeersträucher und sonstiger Grünschnitt werden von Stand zu Stand ästhetisch in Szene gesetzt, "und das kann eben auch nachhaltig, ressourcenschonend und wiederverwertbar umgesetzt werden", erklärt Projektmanagerin Pia Groß. O|N hat einmal hinter die Kulissen geschaut und das Upcyclingdeko-Team beim Entstehungsprozess begleitet.

Budenzauber, Glühweinduft und kulinarische Genussmomente - die Weihnachtsmärkte in Hessen nehmen nach und nach ihren Betrieb auf. Auch in Fulda werden vor dem offiziellen Start des traditionellen Weihnachtsmarktes am Freitag (25. November) überall noch fleißig die letzten Vorbereitungen getroffen.

Am Buttermarkt liegt der Fokus stark auf Regionalität. Das Potenzial des Gesamtkonzeptes weiß der Fuldaer Tourismus-Chef Dominik Höhl sehr zu schätzen. "Der weihnachtliche Markt in diesem Teil der Innenstadt ist einmalig in Hessen. Wir geben den Menschen die Chance, seien es Manufakturen oder Kleinbetriebe - sich präsentieren zu können und es ist eben alles sehr regional ausgelegt." Neue Impulse für die kommenden Jahre seitens der Bürgerinnen und Bürger seien immer willkommen. "Durch Ideen und Anregungen unserer Gäste können wir uns in Zukunft weiterentwickeln und wachsen." 

Künstlerin wählt Material mit Bedacht aus

So viel zum Gesamtpaket. Das Team vom Projekt Upcyclingdeko beschäftigt sich mit der individuellen Ausschmückung vor Ort. Das benötigte Material wird dabei aus zwei Standorten zusammengetragen. Neben dem Grünplatz in Maberzell gibt es in Hofbieber-Steens auf einer Streuobstwiese reichlich Misteln. Mit dem Biosphärenreservat Rhön besteht in diesem Zusammenhang eine Kooperation, auch eine Künstlerin wirkt mit. Zehra Kocakora wählt hierzu mit ihrem geübten Auge gezielt aus dem unüberschaubaren Berg von Zweigen, Ästen und Rasenschnitt aus, was sich eignet oder was nicht. "Es ist für einen Laien kaum vorstellbar, dass daraus dann mal Dekoration für einen Weihnachtsmarkt entsteht. Tatsächlich haben wir einen ganzen Lastwagen voll bekommen", berichtet Pia Groß. 

Stimmiges Gesamtbild

Mit Handarbeit folgt am Buttermarkt letztendlich die genaue Ausgestaltung. Es wird geschnitten, gewickelt und gesteckt. "Eine Vielfalt aus Fuldas Gärten spiegelt sich hier wider. Vielleicht entdeckt der ein oder andere ja seinen eigenen Lorbeer-, Wacholder- oder Haselnussschnitt aus seinem Garten, die an den Grünplatz gefahren wurden und sich jetzt in wunderbare Dekoration verwandelt haben." Übrigens: Ist das ganze Weihnachtsmarktgeschehen Ende Dezember vorüber, wird die nachhaltige Verzierung wieder zum Grünplatz gefahren und - wie ursprünglich geplant - gehäckselt. Bevor es jedoch so weit ist, kann bestimmt jeder die geschmückten Buden vielleicht etwas näher in Augenschein nehmen.

Sehen Sie mehr zu dem Gemeinschaftsprojekt in unserem O|N-Video. (Maria Franco) +++