Unternehmen wird in Lehrbach aktiv

Nach O|N-Bericht: Unschöne Spuren des Glasfaser-Ausbaus werden beseitigt

Dieses Bild soll sehr bald der Vergangenheit angehören: Der anfallende Erdaushub sowie der abgetragene Asphalt liegt noch immer auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses in Lehrbach.
Foto: Privat

23.11.2022 / KIRTORF - Ein O|N-Bericht zeigt schnelle Wirkung: Vor Kurzem erst hatten wir über unschöne Begleiterscheinungen des ansonsten positiv bewerteten Glasfasernetz-Ausbaues im Kirtorfer Stadtteil Lehrbach (Vogelsbergkreis) berichtet, die bei politisch Verantwortlichen wie Bürgermeister Andreas Fey und bei den Bürgern für Unmut sorgen. Es ging um den Erdaushub und abgetragenen Asphalt, der seit Sommer/Herbst 2021 auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses abgelagert ist.

Nun schreibt ein Sprecher des Göttinger Glasfaserunternehmens goetel GmbH auf Nachfrage Folgendes: "In Lehrbach werden wir diese Woche den Asphalt komplett wegfahren und die Analyse des restlichen Bauschuttes beginnen. Die Analyse wird ungefähr eine Woche in Anspruch nehmen und danach wird auch der restliche Bauschutt weggefahren. In der kommenden Woche wollen wir mit dem Ortsvorsteher die Restarbeiten besprechen".

Die O|N-Redaktion war aufgrund einer Leserzuschrift initiativ geworden. Dieser hatte in seiner E-Mail unter anderem geschrieben: "Eine von der Fa. goetel beauftragte Baufirma verlegte die Leerrohre im Ortsgebiet in den Gehwegen und Straßen im Zeitraum Sommer/Herbst 2021. Diese Fremdfirma lagerte den anfallenden Erdaushub sowie den abgetragenen Asphalt auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses in Lehrbach. Dort liegt er heute noch und keiner ist zuständig für diesen Schandfleck. Des Weiteren sind die aufgerissenen Gehwege sowie die Straßenüberquerungen bisher immer noch nicht ordnungsgemäß mit der obersten Deckschicht (etwa fünf Zentimeter) mit Asphalt verschlossen worden. Durch diese Absätze besteht eine erhebliche Gefahr von Unfällen (stolpern/umknicken)".

Auf O|N-Nachfrage hatte Kirtorfs Bürgermeister Andreas Fey unter anderem geantwortet: "Der Unmut der Lehrbacher Mitbürgerinnen und Mitbürger kann voll und ganz nachvollzogen werden. Auch wir als Stadtverwaltung sind es diesbezüglich schon ziemlich leid, ständig von dem verantwortlichen Bauherrn, der Fa. goetel GmbH, vertröstet zu werden. Auch der Ortsvorsteher ist dazu immer wieder im Kontakt mit der Firma, die aufgrund verschiedener Unwegsamkeiten es bisher noch nicht geschafft hat, die Baufelder ordnungsgemäß zu räumen".

Dies liege teilweise auch daran, dass die Tiefbauarbeiten inzwischen grundsätzlich durch Fremdfirmen ausgeführt würden. Diese seien nicht immer so zuverlässig, "wie wir dies mit unseren Standards verlangen", so Fey. (Bertram Lenz) +++