Start der neuen Handballsaison

HSG Großenlüder/Hainzell will in alter Liga wieder neu angreifen

Nach dem Abstieg aus der Oberliga will man bei der HSG in der neuen Saison wieder öfter jubeln
Archivfotos: Jonas Wenzel - yowegraphy

08.09.2022 / REGION - Wenn sich der Sommer dem Ende entgegen neigt und der Herbst in den Startlöchern steht, hat die lange Leidenszeit für Handball-Fans ein Ende. Am kommenden Wochenende startet endlich der Amateur-Handball in Hessen in die neue Saison. In Osthessen dürften sich die Augen vieler vor allem auf die HSG Großenlüder/Hainzell richten. Nach dem Oberliga-Abstieg will die Mannschaft von Matthias Deppe in der Landesliga wieder neu angreifen - und bekommt es dabei mit vielen alten Bekannten zu tun. 

Mit der HSG, dem Hünfelder SV, der TG Rotenburg und dem TV Hersfeld tummeln sich wieder vier osthessische Mannschaften in der Nordstaffel der Landesliga. Auf die Fans warten also einige interessante Derbys. Aber auch darüber hinaus hat die Liga viel zu bieten. "Es gibt drei, vier richtig gute Mannschaften. Da warten einige schwere Spiele auf uns", sagt HSG-Trainer Matthias Deppe. 

Pleite gegen Hünfeld in der Vorbereitung

Hinzu kommt, dass er nach der kurzen Vorbereitung von nur sechs Wochen nicht wirklich weiß, wo seine Mannschaft steht. Durch Urlaube und andere Umstände stand Wilde meist nur etwas mehr als die Hälfte seiner Mannschaft im Training zur Verfügung. Niederlagen in der Vorbereitung waren keine Seltenheit. Unter anderem verlor man auch gegen Ligakonkurrent Hünfeld. Dennoch ist Deppe mit der Vorbereitung alles in allem zufrieden: "Natürlich war es nicht einfach, aber unter den gegebenen Umständen haben wir das Beste daraus gemacht." 

Abgehakt ist bei den Lüderern die vergangene Saison. Immer wieder ließ die HSG in der Oberliga ihr Können aufblitzen, nach dem unglücklichen Abrutschen in die Play-Downs wurde es aber schwer. Hinzu kam die leidige Problematik mit dem Haftmittel, das in einigen Hallen gestattet war und in der Lüdertalhalle hingegen nicht. Die fehlende Routine damit machte sich im Spiel deutlich bemerkbar. "Das war natürlich eine Katastrophe. Aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Mannschaft die nötige Qualität für die Oberliga mitbringt", so Deppe. 

"Wofür es am Ende reicht, wird man sehen"

Daraus will er allerdings keinen Anspruch auf einen direkten Wiederaufstieg herleiten. "Unser Ziel ist es, so gut wie möglich Handball zu spielen und so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Wofür das am Ende reicht, wird man dann sehen." Zumal sich auch der Kader der HSG im Vergleich zur Vorsaison etwas verändert hat. Mit Sebastian Peppler und Mike Decher haben zwei langjährige Spieler ihre Karriere beendet. Dafür sind Adrian Hendler und Leif Dombrowski neu im Team. 

Deutlich größer war die Fluktuation beim ersten Gegner der HSG, der TG Rotenburg. Die TG musste einige Abgänge verkraften, das Gesicht der Mannschaft hat sich deutlich verändert. "Deshalb kann ich sie ganz schwer einschätzen, aber Robert Nolte, der alte Trainerfuchs, wird sich schon was einfallen lassen. Ich hoffe, die zwei Punkte am Sonntag bleiben bei uns in der Lüdertalhalle", so Deppe. (fh)

Die Spiele des ersten Spieltags: 

HSG Großenlüder - TG Rotenburg (So., 17 Uhr) 
VfB Betttenhausen - TV Hersfeld (Sa., 18 Uhr)
Hünfelder SV - TSG Dietershausen (Sa., 17 Uhr) +++

Matthias Deppe