Fußball-Hessenliga

Steinbach und Neuhof teilen sich die Punkte im torlosen Osthessenderby

Steinbachs Jannis Kehl (rechts) im Duell mit David Costa Sabate
Alle Fotos: Bernd Vogt

04.08.2022 / BURGHAUN - Keine Tore im Mühlengrund: Mit dem SV Steinbach und dem SV Neuhof trennten sich die einzig verbliebenen osthessischen Teams der Hessenliga am zweiten Spieltag torlos. Heftig umkämpft verlief das Duell auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften im Spiel mit dem Ball und dem offensiven Vorgehen noch viel Luft nach oben haben. Der SV Steinbach hat nun vier Punkte auf seinem Konto, der SVN holte sich seinen ersten Punkt.

Warum zur Pause noch keine Tore fielen? Bei beiden Teams hakte es im Spiel mit dem Ball. Der technisch starke Gast spielte gut mit, hatte eine gute Raumaufteilung - im letzten Drittel fehlte es indessen an Zug, Struktur, Entschlossenheit und Präzision. Mirza Kovac' Distanzschuss, den Bagus sicher hielt, war in Minute 39 der einzige Schuss aufs Tor des SVS. Steinbach, das defensiv stets die Kontrolle behielt, wurde nach einer Viertelstunde kontrollierter. Fein die Ideen des spielintelligenten Alex Reith, der ein ums andere Mal den starken Luca Uth über links mitnahm. Es dauerte zwölf Minuten, als Steinbach erstmals gefährlich vor dem Gästetor aufkreuzte, doch Djebbari rettete nach Uths Rückpass.

Wittke trifft per Kopf nur ans Lattenkreuz

Die Spitzen des Gastgebers Paliatka jr. und Halimi hingen weitgehend in der Luft - ihrem Team fehlten Tempo und Bewegung. Bis Sekunden vor der Pause fast die Führung gefallen wäre: Uths Rechtsflanke köpfte Leon Wittke im zweiten Versuch - zunächst scheiterte Homan Halimi - ans Lattenkreuz. Mit einer dicken Chance für den SVS begann auch der zweite Abschnitt - hier rettete Steinbachs Ex-Keeper Vladan Grbovic gegen Paliatka per Fußabwehr. Neuhof aber antwortete im ausgeglichenen Duell: Der zur Pause eingewechselte Akif Kovac, der Schwing ins Angriffsspiel des Gastes brachte, köpfte - Bagus reagierte klasse (56.).

Das Duell der beiden osthessischen Teams nahm an Fahrt auf, wurde umkämpfter und hitziger. Aber auch zunehmend zerfahren. Viel sprang nicht mehr heraus. Bis Bagus ein Abstoß missglückte, Akif Kovac sieben Minuten vor dem Ende aber nicht mutig genug im Abschluss war. Keine Frage: Beide Mannschaften hatten sich den Punkt erkämpft. In einer Partie auf Augenhöhe.


Neuhof: zwei Spiele, kein Tor - Steinbachs Statik veränderte sich

 

Viel hatten die Trainer nicht mehr zu sagen nachher. Beide sprachen von einem gerechten Ausgang, beide schätzten den Punktgewinn. Defizite seines Teams, das mit Williiams und Mihajlov eine starke Innenverteidigung aufbot, brachte Alex Bär auf den Punkt. "Zwei Spiele, kein Tor", bilanzierte er etwas enttäuschend. Und aufseiten des Gastgebers erkannte man, wie sich die Statik des Spiels ohne den verletzt fehlenden Max Stadler änderte. Zudem musste Thore für den Schichtarbeiter Alin Neascu, der später ins Spiel kam, in der Dreierkette ran. Er löste seine Aufgabe gut. Und Luca Uth musste links außen im Mittelfeld aushelfen - nicht seine Schokoladenposition. So gesehen, schien Steinbachs Punkt mehr als nur dieser eine wert zu sein. Auffallend auch, dass sich das Team in seinem Defensivverhalten stabilisiert hat.  (wk)


SV Steinbach: Bagus - Hildenbrand, Tom Wiegand, Hütsch (77. Neascu) - Kehl, Michael Wiegand - Wittke (77. Bott), Reith (65. Göb), Uth - Paliatka jr., Halimi (79. Prokopenko)
SV Neuhof: Grbovic - Igkmpinompa, Williams, Mihaylov, Paez - Djebbari (84. Yanez), Sosa Perez - Mirza Kovac, Costa Sabate,  Somov (46. Akif Kovac) - Mino (84. Fahrudin Kovac)
Schiedsrichter:  Daniel Heist, Assistenten: Philipp Metzger, Florian Carls +++
Zuschauer: 280