Erlös fließt in hospizliche Arbeit

Benefizkonzert des Hospiz Fördervereins Fulda "Ziganimo"

Benefizkonzert des Hospiz Fördervereins Fulda "Ziganimo"
Foto: Privat

24.06.2022 / FULDA - Das Terrassenkonzert mit dem Dresdener Trio Ziganimo und deren Programm "Musik von hier und anderswo", auf dem Frauenberg bei herrlichem Sommerwetter, zu dem der Hospiz-Förderverein Fulda geladen hatte, liefere alle Voraussetzungen für einen gelungenen Abend, so begrüßte die stellvertretende Vorsitzende Silvia Hillenbrand die Gäste.

Die Interpreten Guido Richarts, mit Kontrabass, Ekkehard Floß und Daniel Wirtz, mit Geige, Gitarre und Mandoline, untermalten mit kräftigem Gesang die Musikstücke und schufen damit dem jeweiligen Liedgut angepasste leidenschaftliche, sehnsüchtige, witzige und mitreißende Stimmungen. Ob Jiddische oder Roma und Sinti-Stücke, ob neapolitanische Volkstänze wie die Tarantella, ob Tango aus Lateinamerika, ob Swing oder französische Salonmusik, die Zuhörer spürten die Spielleidenschaft und die Seelenverwandtschaft der Musiker und ließen sich mittragen durch Länder, Kulturen und Jahrhunderte – durch Weltmusik eben! Zwischendurch gefiel die Vertonung von Lyrik aus verschiedenen Epochen.

Eindrucksvoll wurde das mystische Gedicht von Rainer Maria Rilke, "Die Könige der Welt werden keine Erben haben", interpretiert, ebenso die Fabel von Jean de La Fontaine "Die Grille und die Ameise". Genussvoll wurde so nebenbei erklärt, wie das mit Odysseus und den Sirenen war: "Odysseus überlebte als Einziger und so kam das Lied zu uns". Und so muss es wohl auch mit dem Volkslied aus Siebenbürgen von Walther von der Vogelweise "Es saß ein kleines Vöglein" gewesen sein. Und wenn die Weltmusik für diese Konzert bestimmend war, so gehörten die vertonten Auszüge aus den Merseburger Zaubersprüchen dazu, natürlich musikalisch auf Althochdeutsch vorgetragen.

Die Zuschauer erlebten Musiker, die neben ihren Instrumenten über eine eindrucksvolle Körpersprache und einer erstaunlichen Zungenakrobatik verfügten, die an Schnelligkeit kaum zu überbieten sein wird und die Zuschauer mit viel Applaus honorierten. Der Abend hatte viele Höhepunkte, so zum Beispiel das Spiel und die Interpretation eines Tangos in seiner ihm nachgesagten Traurigkeit von Guido Richarts, der es verstand, den Tango in eine Posse aus Traurigkeit, Hingabe und Schmerz zu verwandeln.

Der Dank des Hospiz-Fördervereins, den Martin Hoogen mit dem Wort "Herzenwärme" zusammenfasste, ging an Ziganimo, aber auch an Antonius und die Franziskaner, die es ermöglicht hatten, das Konzert auf der Terrasse des Flora-Cafés darbieten können. Der Erlös des Kartenverkaufs fließt in die hospizliche Arbeit in der Region.(pm) +++