"Pionierarbeit für alle Altersklassen"

SPD-MdL Waschke: "Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda soll bleiben!"

MOK-Leiter Rolf Strohmann und die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke
Foto: privat

22.06.2022 / FULDA - Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke setzt sich für den Erhalt des Medienprojektzentrums Offener Kanal Fulda (MOK) ein. Ein Gesetzentwurf über Privatrundfunk und Neue Medien sieht vor, drei der vier Offenen Kanäle in Hessen nicht mehr zu fördern. Sabine Waschke kündigte bei einem Treffen mit dem Leiter des Offenen Kanals Fulda, Rolf Strohmann, an, sich für den Erhalt des MOK einzusetzen.

"Alle Welt spricht von Medienkompetenzen und Meinungsvielfalt, aber wir stoßen unsere Medienprojektzentren ab. Seit über 40 Jahren leistet der Offene Kanal Fulda Pionierarbeit für alle Altersklassen. Besonders Kinder, Jugendliche und Studierende der Hochschule Fulda erhalten durch das MOK das nötige mediale Rüstzeug. In meinen Augen hat der Staat die Pflicht, besonders junge Menschen vor Fake News oder Cybermobbing zu schützen und für die Mediennutzung fit zu machen. Die Medienprojektzentren machen genau das. Deshalb ist es so wichtig, dass alle vier Offenen Kanäle in Hessen weiterhin in der Trägerschaft der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk bleiben und nicht sich selbst überlassen werden", begründet Sabine Waschke ihre Kritik an dem Gesetzentwurf.

Bis zu 400 Sendungen produzieren und senden Fuldaer Bürger jährlich im Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda. Zudem werden dort in Kooperation mit der Hochschule Fulda 600 Studierende als Multiplikatoren ausgebildet und 2.000 Kinder und Jugendliche im Bereich Medienkompetenz geschult. "Für mich ist es absolut unrealistisch, dass derartige Strukturen privatwirtschaftlich oder als Verein funktionieren könnten. Vielmehr sollten wir dafür Sorge tragen, dass die Standorte weiterentwickelt werden, denn die Anforderungen werden ebenfalls immer größer. Der Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form würde für das Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda das Aus bedeuten", so Sabine Waschke. (pm)+++