Rückspiel im Playoff-Halbfinale

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell strebt Wunder in Düsseldorf an

Schlug am vergangenen Sonntag Timo Boll: Fuldas Fanbo Meng
Foto: Martin Engel

13.05.2022 / FULDA/DÜSSELDORF - Wunder gibt es immer wieder. Vielleicht auch dieses: Die Tischtennisspieler des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell sinnen auf Revanche. Revanche für die verdammt unglückliche 2:3-Niederlage vom vergangenen Sonntag gegen Deutschlands Abonnementsmeister Borussia Düsseldorf. Das Rückspiel des Playoff-Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft steht an. Aus Maberzells Sicht geht es also um nicht mehr, als im "Best of Three-Duell"  den Ausgleich zu erzwingen im Duell mit Timo Boll, Anton Källberg & Co. Schauplatz des Duells ist die Halle in Düsseldorf-Grafenberg, Beginn des ersten Ballwechsels um 15 Uhr. 

Stefan Frauenholz hat schon viel erlebt in seiner Tischtennis-Laufbahn. Maberzells 1. Vorsitzender hat die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben. "Ja, klar. Die Chance haben wir. Ob wir sie nutzen können, ist eine andere Frage", sagt der Vereinschef. Wie so viele auch, traute er seinen Augen nicht, als sein TTC am vergangenen Sonntag gegen den Favoriten plötzlich mit 2:0 vorn lag - nach den Einzelsiegen von Alexandre Cassin gegen Kristian Karlsson und überraschenderweise auch von Fanbo Meng gegen Altmeister und "Tischtennis-Institution"  Timo Boll. Wobei "Rückrunden-König" Cassin einen Matchball gegen Karlsson abgewehrt hatte. Unglücklich sei man dann unter die Räder gekommen, fügt Frauenholz an. Im Schlussdoppel zogen Aruna/Meng entscheidend den Kürzeren.

Erneut sind auf Maberzells Seite alle Spieler dabei. Und alle müssten in Düsseldorf die gleiche Leistung bringen, bemerkt Frauenholz. "Unsere Mannschaft wollte am Freitagmorgen um neun schon losfahren", sagt er. Doch eine kleine Panne verhinderte dies, ein kurzer Werkstattaufenthalt folgte. Um zwölf ging's dann los. Eines steht fest: Die Fuldaer Tischtennis-Cracks sind heiß. Heiß darauf, dem Favoriten aus Düsseldorf wieder ein Duell auf Augenhöhe bieten zu können. Und vielleicht ein Wunder schaffen zu können. Die gibt es bekanntlich immer wieder. (wk) +++