Museum mit THW geplant

Feuerlöschboot in der Luft: "Emden I" bekommt neuen Platz

Am Donnerstag wurde die "Emden I" an ihren neuen Platz gehoben
Fotos: Marius Auth

12.05.2022 / FULDA - Das Feuerlöschboot "Emden I" ziert das Deutsche Feuerwehr-Museum seit bereits 1995. Zuletzt musste aufgrund von Zerfallserscheinungen das Vorschiff abgetrennt werden, am Donnerstag wurde der Klassiker mit dem Kran neben die Ausstellungshalle gesetzt. 2025-26 soll die "Emden I" das Herzstück eines geplanten neuen Museums vor Ort werden.

"Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks" soll der Neubau heißen. Bis der fertig ist, bleibt das Feuerlöschboot im Außenbereich. Ursprünglich hatte der Umbau einer Hafenbarkasse eine Länge von 16 Metern, nach der Abtrennung des Vorschiffs sind es noch sieben Meter. Helfer des THW Ortsverbandes-Fulda waren am 8. und 9. April mit Schneidbrennern und Trennschleifern dafür angerückt. Die quer durch den Maschinenraum führende Schnittfläche gewährt jetzt einen Einblick auf die dort eingebaute mächtige Kreiselpumpe mit einer Leistung von 6.700 l/min. Augenscheinlich nachvollziehbar kann man zukünftig den einstigen Weg des Löschwassers von den unterhalb der Wasserlinie liegenden Ansaugöffnungen über die Pumpe zu den beidseits angeordneten 8 C-Abgängen, den nur steuerbordseits angeordneten beiden B-Abgängen sowie dem Monitor an Oberdeck verfolgen.



"Im Frühjahr 2022 wurde ein Ausmaß des schleichend fortgeschrittenen Schadensbilds sichtbar, sodass ein weiterer Erhalt der 'Emden I' unter freiem Himmel nicht mehr möglich war. Um eine früher oder später anstehende komplette Verschrottung zu vermeiden, soll zumindest das feuerwehrhistorisch relevante Achterschiff mit seinen deutlich geringeren Ausmaßen mittelfristig unter Dach kommen, damit sich eine fachgerechte Sanierung dann auch nachhaltig auszahlt", so Museumsleiter Rolf Schamberger. (mau) +++