Hessenliga-Abstiegsrunde

Steinbach fiebert mit Hanau - und tritt in Walldorf an

Zwei Teams, auf die es am Wochenende ankommt: Max Stadler (Mitte) und Steinbach hoffen schon am Freitagabend mit Hanau (in Weiß).
Archivfoto: Bernd Vogt

12.05.2022 / BURGHAUN - Die Fußballer des SV Steinbach haben den Klassenerhalt der Hessenliga fast geschafft. Und wenn es gut läuft, brauchen sie dafür nichts zu tun. Denn vor ihrer Aufgabe bei RW Walldorf am Sonntag (Spielbeginn 15 Uhr) sitzen sie am Freitagabend vor dem Liveticker oder fiebern in anderer Form mit. Sie hoffen, dass der 1. Hanauer FC sein Spiel in Bad Vilbel gewinnt (20 Uhr) - in diesem Fall würde der SVS auch im nächsten Spieljahr Hessens Beletage angehören.

"Wir drücken natürlich alle in Steinbach den Hanauern die Daumen. Denn Hanau muss ja auch gewinnen, dann wären sie durch und hätten den Klassenerhalt sicher", sagt SVS-Trainer Petr Paliatka. Doch auch sein Team ist stark genug, um die Früchte einer tollen Rückserie einzufahren und sicherzustellen, weiterhin in der Hessenliga spielen zu können. 19 Punkte sammelte Paliatkas Team aus neun Spielen - mit dem letztwöchigen 2:1-Last-Minute-Heimsieg gegen Bad Vilbel als Krönung. Der Mühlengrund explodierte förmlich und erinnerte an die Festung aus vergangenen Tagen. Keine Frage: Der SVS hat daran gearbeitet, dass dies wieder so wird.

Paliatka: Die Jungs geben Gas. Dann kommt auch ein gutes Spiel raus

An das Hinspiel vor fünf Wochen gegen Walldorf - es war ein Nachholspiel an einem Donnerstagabend - hat Steinbach an sich gute Erinnerungen. Der SVS, dem nach der Aufgabe am Sonntag noch zwei Heimspiele (Ginsheim und Griesheim) bevorstehen, bestimmte die Partie - ließ nach glänzender erster Halbzeit aber zu viele Chancen liegen. "Wir brauchen uns auch am Sonntag nicht zu verstecken, haben unsere Qualität und auch einen Lauf, um sie schlagen zu können", fügt Steinbachs Coach selbstbewusst hinzu.

Für einen Einsatz Petr Kvacas reicht es noch nicht, "vielleicht sitzt er auf der Bank", kommentiert Paliatka. Thore Hütsch, der das Siegtor gegen Bad Vilbel am vergangenen Sonntag vorbereitete, fehlt: Er hat sich am Rücken verletzt. "Die Jungs geben im Training Gas. Und dann kommt auch ein gutes Spiel dabei raus", gibt Paliatka die Stimmung wieder. Vielleicht tun sie das auch am Sonntag.

Unterdessen steht der Abstieg des SV Flieden fest - am Sonntag (15 Uhr) tritt das Team aus dem Königreich in Griesheim an. Auch die Chancen des Hünfelder SV zu einer Zugehörigkeit zu Hessens höchster Spielklasse sind nur noch theoretischer Natur. Zwingend nötig wäre zunächst ein Sieg bei Türk Gücü Friedberg. Doch auch Hünfelds Gegner will sich die letzten Punkte für den Erhalt der Hessenliga sichern. (wk) +++