Ursprung im Vogelfutter

Ambrosia breitet sich wegen Klimawandel aus - Tipps vom Allergienbund

Die Ambrosia-Pflanze
Archivbild O|N/Suria Reiche

14.05.2022 / REGION - Die Ambrosia-Pflanze ist bereits seit vielen Jahren in unserer Region heimisch. Ursprünglich wurde die Pflanze über Vogelfutter in die Landschaft verteilt. Doch der Klimawandel sorgt dafür, dass sich auch die Ambrosia-Pflanze besser ausbreiten kann. "Wir müssen damit leben", sagt Matthias Müller vom NABU-Kreisverband Fulda. In den Wäldern komme die Pflanze laut dem Forstamt Burghaun eher selten vor.

"Für uns sind derzeit wieder die Borkenkäfer ein Thema", sagt Jürgen Dickert vom Forstamt Burghaun. Der Klimawandel sorgt in vielen Bereichen der heimischen Natur für veränderte Bedingungen und Herausforderungen.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) schreibt zur Ambrosia-Pflanze auf seiner Internetseite Allergien im Garten : "Die Ambrosia gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie blüht mit fingerförmigen, grüngelblichen Blütenständen, die sehr kleine, unscheinbare Blütenköpfchen tragen. Die einjährige Pflanze erreicht Größen zwischen 30 bis 150 cm und blüht von Juli bis Oktober. Ihre Pollen können starke Atemwegsallergien auslösen. Bei Berührung der Pflanze mit der Haut kann es zu Kontaktallergien kommen. Bisher wurden Ambrosia-Bestände besonders in Süd- und in Ostdeutschland entdeckt.

Eine weitere Ausbreitung in Deutschland könnte zu einem starken Anstieg von Ambrosia-Allergien führen. Die Bekämpfung der Ausbreitung ist schwierig, da die Samen im Boden über Jahrzehnte keimfähig bleiben. Die Pflanze kann sich in Privatgärten durch verunreinigtes Vogelfutter unbemerkt ansiedeln und sich so durch "Verschleppung" der Samen weiter auf Freiflächen ausbreiten." Weitere Informationen zum DAAB im Internet unter der Adresse DAAB . (Hans-Hubertus Braune) +++