Rund um in guten Händen

Fünf Jahre DRK Seniorenzentrum St. Lioba und Heilig Geist

Alle Senioren lassen sich von der Faszination der Tiere anstecken – hier beim Sommerfest im St. Lioba.
Fotos: DRK privat

24.01.2022 / ANZEIGE - "100 Tage, 100 Projekte und ein Ziel – das Wohl unserer Bewohner", so fasste Christoph Schwab, Geschäftsführer DRK-Kreisverband, im April 2017 die ersten Monate positiv zusammen. Nun Anfang 2022, fünf Jahre später, sind viele Projekte abgeschlossen. Die Belegung ist stabil, die Mitarbeiter sind hoch motiviert und der Seniorenbereich im DRK Kreisverband Fulda mit insgesamt sechs stationären Einrichtungen und ambulanten Angeboten sowie betreutem Wohnen ist ein starker Partner in und um Fulda.

Information und Kommunikation: von Anfang an

In etlichen Informationsveranstaltungen wurden die Mitarbeitenden über die geplanten positiven Erneuerungen informiert und einbezogen. Es gab viel zu tun, wie exemplarisch die Teilprojekte erahnen lassen: Verbesserungen der EDV/Büro- Infrastruktur, Weiterentwicklung von Ablauf- und Aufbauorganisation, Zentralisierung von verschiedenen Serviceaufgaben im Bereich Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung oder Qualitätsmanagement.

Prokurist Markus Otto bringt zum Ausdruck, dass es zu Beginn auch die eine oder andere Herausforderung gab. "Beispielsweise in der Gestaltung unserer Zusammenarbeit, um die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen und das Teamgefühl aufrechtzuerhalten". Durch die gute Mitarbeit Aller wurden praktikable und richtungsweisende Lösungen gefunden.

Investitionen für die Bewohner: für mehr Komfort

Mit Prioritätensetzung und Zeitmanagement erfolgten verschiedene Modernisierungsaufgaben für die Bewohner: mehr Wohnlichkeit, aktuelle Hilfsmittel, Luftfilter, Ausstattungen in Haus und Garten, der Ausbau und Wechsel zu neuen Lieferanten für die Speisen-Versorgung mit mehr Auswahl und Abwechslung. Immer mit dem Ziel eine bessere Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass es regelmäßige Veranstaltungen gibt. Im DRK Seniorenzentrum Heilig Geist startete kürzlich eine technische Innovation im Bereich der Rufanlage und zeitgleich gab es einen neuen Fassadenanstrich. "Der uns gegebene Vertrauensvorschuss seitens der Bewohner und Angehörigen muss Tag für Tag neu erarbeitet und zurückgegeben werden" so Markus Otto, Bereichsleitung Senioren im DRK Kreisverband Fulda. "Stets ein offenes Ohr zu haben und ansprechbar zu sein auf allen Ebenen im Sinne einer flachen Hierarchie - dies sind Bausteine für den Erfolg", ergänzt er abschließend.

Unlängst erworben hilft ein neues Therapiegerät dabei, Bewohnern ein abwechslungsreiches und spannendes audiovisuelles Erlebnis zu vermitteln. Besonderer Vorteil für alle: es gelingt unabhängig von Mobilität und Allgemeinzustand der Bewohner.

Der mobile Projektor wird im Rahmen der Therapie und der aktivierenden Pflege eingesetzt. Auch Bewohner mit demenziellen Erkrankungen reagieren sehr positiv. "Wir achten auf eine stets abwechslungsreiche, fähigkeitsorientierte sowie vielseitige Palette an Angeboten und agieren mit sehr emphatischen Betreuungsdamen", freut sich Anne Winterfeldt, Leitung Soziale Betreuung im St. Lioba.

Seit zwei Jahren bereichert der humanoide Roboter Pepper den Betreuungsalltag auch im St. Lioba und im Heilig Geist. Peppers regelmäßig wachsendes Spiele-Sammelsurium führt dazu, dass der Roboter bei den Senioren interessant bleibt und die Nachfrage sogar weiter wächst.

Personalmarketing und Ausbildung

Getreu dem Motto: "Persönlich, wertschätzend und modern" agiert das DRK für seine Beschäftigten, um so Tag für Tag eine Grundlage für zufriedene Bewohner zu schaffen. Dank intensiver Arbeit rundherum um die Auszubildenden in der ein- und dreijährigen Ausbildung konnten die Ausbildungszahlen kontinuierlich verbessert und gesteigert werden. Jahr für Jahr knapp 60 junge Nachwuchskräfte befinden sich im DRK Seniorenbereich in der Ausbildung unterstützt und gecoacht durch die zentralen Praxisanleiter.

In guter Kooperation mit den hiesigen Trägern der Altenpflegeschulen gelingt eine durchweg positive Ausbildung mit guten Ergebnissen. "Schön ist es, dass die Mehrzahl der Auszubildenden nach der Ausbildung bei uns verbleibt", unterstreicht Ausbildungskoordinatorin Anja Brandt.

An dieser Stelle ist hervorzuheben, dass bereits zum dritten Mal das DRK Seniorenzentren St. Lioba zu den besten Arbeitgebern für Frauen in Deutschland gehört und glänzt mit einer 5-Sterne-Bewertung. Von 179 Unternehmen, haben es lediglich 23 zu dieser Spitzenbewertung geschafft. "Diese Auszeichnung spricht als Erstes für das St. Lioba und natürlich auch für das Deutsche Rote Kreuz als Arbeitgeber", so Markus Otto.

Ausblick und Weiterentwicklung: Quartiersarbeit und Menü-Service

Verschiedene Projektvorhaben konnten im Rahmen der angedachten Projektarbeit im Quartier nicht parallel umgesetzt werden, jedoch der seit Sommer 2021 angebotene Menü-Service im Stadtgebiet Fulda erfreut sich großer und zunehmender Nachfrage: "Frisch gekocht – heiß serviert" in Porzellan, Tag für Tag abwechslungsreich, seniorengerecht. Hier konnte ein zusätzliches Marktangebot gut platziert werden.

Die DRK Seniorenzentren sind als attraktive Arbeitgebermarke zukünftig mehr denn je gefordert. Auch unter diesem Aspekt strebt man aktuell eine Prädikatisierung im Rahmen des Programms "Gesund arbeiten in FD" mit der hiesigen IHK an. (pm) +++