Nach Kritik wegen Demo-Teilnahme

"Kein dienstliches Fehlverhalten" - Verdacht gegen Schulleiterin nicht erhärtet

Bei dieser Demonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen hatte die Schulleiterin teilgenommen
Foto: O|N-Archivbild

23.01.2022 / FULDA - Der Verdacht gegen die Leiterin einer Fuldaer Schule, der Corona-Leugner und Querdenkerszene anzugehören und ihre Impfverweigerungshaltung auch in der Schule verbreitet zu haben, seien nicht bestätigt worden, stellt das Schulamt Fulda nach einer entsprechenden Untersuchung fest, berichtet heute die Fuldaer Zeitung. Nachdem die Schulleiterin in Fulda nachweislich an einer Demonstration gegen die bundesweiten Corona-Maßnahmen teilgenommen hatte, hatte der Sender RTL Hessen in einer Reportage Vorwürfe gegen die namentlich genannte Frau erhoben, sie habe sich auch Schülern gegenüber gegen die Impfung und das Tragen von Masken geäußert. Dieser Verdacht habe sich nicht erhärtet. Auch der Vorwurf, sie habe während der Demonstration Abstands- und Maskenpflicht missachtet, hatte sich nicht bestätigt.

Das Staatliche Schulamt habe sich intensiv um die Aufklärung des zugrundeliegenden Sachverhalts bemüht und Gespräche mit allen schulischen Gremien wie dem Personalrat, der Schüler- und Studierendenvertretung und der  Elternvertretung der Schule geführt, erklärt Marion VanCuylenburg, Amtsleiterin vom Staatlichen Schulamt für den Landkreis Fulda. Dabei seien die Vorwürfe gegen die Schulleiterin entkräftet worden. Ein dienstliches Fehlverhalten ihrerseits sei nicht festgestellt worden. Die Schulleiterin hatte auf Nachfrage von O|N zunächst behauptet, sie habe nicht an der Demonstration teilgenommen, sondern sei dort nur "zufällig vorbeigekommen", diese Äußerung aber später korrigiert und bestätigt, dort mitdemonstriert zu haben. Laut FZ sei sie sich aber mittlerweile bewusst, dass ihre Teilnahme an der Demonstration aufgrund ihrer Vorbildfunktion ein Fehler gewesen sei. (ci) +++