Ab einer Inzidenz von 350

Keine Allgemeinverfügung im Vogelsberg: "Abstände können gewahrt werden"

Eine Maskenpflicht für Innenstädte will der Vogelsbergkreis nicht erlassen.
Symbolbild: O|N / Luisa Diegel

14.01.2022 / REGION VB - Fulda ist in Osthessen trauriger Vorreiter in Sachen Corona: Bereits Anfang Januar wurde der Landkreis vom Land Hessen aufgrund seiner Inzidenz von über 350 als Corona-Hotspot erklärt. Jetzt steuern auch andere Landkreise auf den kritischen Wert zu - unter anderem auch der Vogelsbergkreis. Eine Allgemeinverfügung will die Behörde allerdings nicht erlassen. 
359,2: Das ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vogelsberg am heutigen Freitag. Das Gesundheitsamt meldete mehr als 70 Neuinfektionen an nur einem Tag. Die Zahlen verheißen nichts Gutes und lassen darauf schließen, dass auch die Vulkanregion in den nächsten Tagen zu den Corona-Hotspots in Hessen gehört. Dieser gilt laut Land Hessen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von über 350 überschreitet. 

"Kein dichtes Gedränge wie in Großstädten"

Laut der Verordnung gelten dann weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie - unter anderem auch 2G-Plus im Restaurant, Fitnessstudio oder Kino und bei touristischen Übernachtungen. Außerdem sollen Kommunen per Allgemeinverfügung selbst festlegen, an welchen Orten in den Innenstädten Maskenpflicht gilt und an welchen öffentlichen Plätzen ein Alkoholverbot verhängt wird. 

"Es gibt lediglich zwei Punkte, die die Kreise in Absprache mit den Kommunen per Allgemeinverfügung festlegen können: Ein Alkoholverbot an belebten Orten und Plätzen und die Maskenpflicht in Fußgängerzonen", so der Kreis. Doch eine solche Allgemeinverfügung will der Vogelsberg nicht erlassen, wie uns die Pressestelle auf Nachfrage mitteilt: "In unseren Fußgängerzonen herrscht kein so dichtes Gedränge wie in Großstädten, bei uns ist alles überschaubarer, die Abstände können gewahrt werden. Von daher sehen wir keine Notwendigkeit, im Freien eine Maske tragen zu müssen."

Plätze für Alkoholverbot noch nicht benannt

Überdies seien belebte Orte und Plätze, für die ein Alkoholverbot ausgesprochen werden soll, bislang von den jeweiligen Kommunen noch nicht benannt worden. "Zudem gibt es in unseren Innenstädten keine Verkaufsstellen für Alkohol", heißt es vonseiten des Kreises. (ld) +++

Die vom Land Hessen festgelegten Regeln, bei einer Inzidenz von 350.
Screenshot: O|N