Es ist einfach hundsgemein

Katzenhasser unterwegs: Kater Norbert angelockt und dann erschossen

Der verschmuste Kater wurde nur fünf Jahre alt
Fotos: Privat

26.11.2021 / FULDA - Es ist einfach hundsgemein: Im beschaulichen Fuldaer Stadtteil Istergiesel treibt offenbar ein Katzenhasser sein Unwesen, Kater Norbert überlebte einen feigen Angriff auf sein Leben nicht. Seine Familie bleibt entsetzt und traurig zurück.

Es geschah am vergangenen Dienstag: Der kleingebliebene Norbert brach am Vormittag zu seiner täglichen Runde durch das Dorf auf, wenig später, das Unglück "Gegen 15h sah mein Vater etwas bei uns im Garten liegen. Er ging raus, um nachzusehen, was das ist", erzählt Manuel Werner im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS." Als sein Vater nähertrat, erkannte er den Kater, Norbert lag im Gras, schwer verwundet und völlig apathisch. "Er hatte eine Schusswunde am Bauch, blutete heftig".

Das verletzte Tier wurde sofort zum Tierarzt gebracht und dort notoperiert. "Man stellte fest, dass die kleine spitze Bleikugel, vermutlich aus einem Luftgewehr abgeschossen, auch den Darm durchtrennt hat". Den Tag sowie die Nacht überlebte das geliebte Familienmitglied noch, doch am Donnerstagmorgen verlor es den Kampf. "Das ist für uns einfach schrecklich", so Werner, der selbst einen kleinen Sohn hat. "Mein Junge und der Kater waren gute Freunde, spielten und kuschelten unheimlich gerne miteinander." Für sein Kind sei der Verlust des Tieres grausam, aber auch Werners Eltern sind am Boden zerstört. "Nobi war ein echter Musterkater. Vielleicht kam es durch einen Gendefekt, aber er ist nie richtig groß geworden und hatte eine tolle Zeichnung." Lieb sei er gewesen, hätte den ganzen Tag lang geschnurrt und wäre wahnsinnig gerne geschmust worden. "Wir leben hier in einem kleinen Dorf, jeder der Nachbarn kannte unseren Kater."

"Es ist einfach pervers"

Doch genau bei einem von ihnen, glaubt Werner, sei er auch so schwer verletzt worden. "Mit der schlimmen Wunde hätte es Norbert nicht mehr weit geschafft. Er schleppte sich noch zu uns in den Garten, um dort zu sterben, wo er geliebt worden war." Der Angriff auf das Tier sei jedoch nicht der erste gewesen. "Bei einer Routineuntersuchung stellte der Tierarzt im Sommer fest, dass der Kater eine Bleikugel im Beim hatte." Werner hält es für möglich, dass derjenige, der auf Norbert schoss, ihn vorher angefüttert hat, um näher an ihn heranzukommen. "Was dieser Mensch getan hat, ist einfach pervers. Er nahm nicht nur einem lieben Tier grundlos das Leben, er hat auch eine ganze Familie damit tief unglücklich gemacht."

Bei den Werners lebt nun noch Norberts Bruder Fritz. Damit ihm nicht ein ähnliches Schicksal ereilt und auch, um den Tod des geliebten Katers aufzuklären, bittet die Familie jetzt um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen. "Wir werden natürlich noch Anzeige erstatten." Wer etwas gesehen hat oder etwas weiß, meldet sich bitte direkt bei Manuel Werner unter der 0151- 40783977. Für einen Hinweis, der zur Ermittlung des Schützen führt, hat die Familie 500 Euro Belohnung ausgesetzt. (mr) +++