Einsatz für Heimat, Natur- und Umweltschutz

Preisträger der Pfarrer-August-Praetorius-Stiftung 2021 geehrt

Bürgermeisterin Blum (re) mit den Preisträgern im Bereich „Förderung des Heimatgedankens“, Beate Goßfelder-Michel (2. v li) und Tilman Niehof (Mitte) mit seinem Schwager (ganz li) sowie Laudator Arthur Wagner (2. v re).
Fotos: Kratz/Stadt Homberg (Ohm)

26.11.2021 / HOMBERG (OHM) - Bürgermeisterin Claudia Blum freute sich, dass trotz den Einschränkungen der geltenden Corona-Verordnungen eine feierliche Auszeichnung der 14. Preisträger der Pfarrer-August-Praetorius-Stiftung im Dorfgemeinschaftshaus Appenrod stattfinden konnte. Zugelassen werden konnten aufgrund der Verordnungen nur Personen, die geimpft oder genesen waren oder einen aktuellen PCR-Test vorweisen konnten.

Der Evangelische Posaunenchor Maulbach musste zum Auftakt der Preisverleihung wegen der Einhaltung der Corona-Regeln aus einem abgetrennten Raum heraus spielen. Das Publikum im Hauptraum des Dorfgemeinschaftshauses konnte die gelungene Darbietung der Bläser aber aufgrund der weiten Tragkraft der Musik dennoch genießen. Bürgermeisterin Blum begrüßte anschließend sehr herzlich Testamentsvollstrecker Hans-Helmut Betz, Preisträgerinnen und Preisträger, Laudatoren, Kuratoriumsmitglieder und Vertreter der städtischen Gremien, unter denen auch Bürgermeister a.D. Volker Orth anwesend war.

Heimatgedanke, Umwelt- und Naturschutz

Stiftungszweck der Pfarrer-August-Praetorius-Stiftung sind die Förderung des Heimatgedankens sowie des Umwelt- und Naturschutzes. Das Kuratorium der Stiftung wählt Personen oder Personengemeinschaften aus, die sich um diese Themen besonders verdient gemacht haben. Im Bereich "Förderung des Heimatgedankens" lauten die Preisträger 2021 Beate Goßfelder-Michel und Tilman Niehof.

Da die erste Laudatorin des Abends, Anne Weißhuhn, bei der Feier nicht dabei sein konnte, verlas Bürgermeisterin Blum deren Rede auf Beate Goßfelder-Michel. Frau Goßfelder-Michel organisiert jeden Sommer mit der Kommission für Kunst und Kultur, der sie seit der Gründung 2006 angehört, die Homberger Kulturwochen "Ohm sweet Ohm". Sie ist schon seit 2003 als Gästeführerin für die Stadt tätig und ebenfalls seit deren Gründung in 2012 bei den Schlosspatrioten aktiv. Anne Weißhuhn charakterisierte die Preisträgerin in ihrem Text sehr treffend: "Sie fragt nicht, sondern packt einfach an!"

Arthur Wagner würdigte den zweiten Preisträger des Abends, Tilman Niehof, in seiner Laudatio. Als ehrenamtlicher Leiter des Museums im Alten Brauhaus mache er Geschichte lebendig. "Wozu braucht es einen Brockhaus, wozu Wikipedia, wenn man einen Tilman Niehof hat?", fragte Wagner denn auch gleich zu Beginn seiner Rede. Den Menschen Tilman Niehof mache aber nicht nur sein profundes Wissen aus, sondern auch seine Bereitschaft und besondere Fähigkeit, dieses Wissen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Niehof organisiert nicht nur Führungen und Sonderausstellungen im Museum, er beantwortet auch an die Stadt gerichtete historische oder familiengeschichtliche Fragen und arbeitet im Arbeitskreis Geschichte der Schlosspatrioten mit.

"Wir reden nicht nur, wir handeln"

Die beiden Preise für den Natur- und Umweltschutz wurden an die Obst- und Gartenbauvereine aus Appenrod und Nieder-Ofleiden vergeben. Günter Stroh, Kreisfachwart des Kreisverbandes Alsfeld, lobte in seiner Rede das Motto des Appenröder Vereins "Wir reden nicht über das Klima, sondern wir handeln". Der Verein kümmert sich besonders um den Erhalt und die Pflege der alten Streuobstwiesen mit ihrer biologischen Vielfalt, die er mit Neu- und Nachpflanzungen fördert. Der Obst- und Gartenbauverein Nieder-Ofleiden feiert in diesem Jahr bereits 125-jähriges Bestehen. Auch dieser Verein kümmert sich um die 400 gemeinschaftlichen alten Obstbäume in Nieder-Ofleiden, dazu noch vor allem um den Grillplatz am Naturdenkmal "Dicke Steine". Im Jahr 2019 nahmen der Vorstand auch am ersten "Humricher Apfelwein-Tasting" im Schlossgarten zu Homberg teil und konnte mit seinen Produkten den ersten Preis gewinnen. Auch der Appenröder Verein traf dort mit seinen Produkten auf viel Begeisterung und belegte den zweiten Platz.

Bürgermeisterin Blum überreichte gemeinsam mit den Laudatoren den Preisträgern Urkunden und Ehrenplaketten. Das Preisgeld von jeweils 2.000 Euro wird im Nachgang überwiesen werden. "Ich danke allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr für ihr außerordentliches Engagement, von dem wir alle in Homberg profitieren.", so Bürgermeisterin Blum zum Schluss der Veranstaltung. (pm) +++

Bürgermeisterin Blum begrüßt die Gäste der Preisverleihung

Bürgermeisterin Blum (re) und Laudator Günter Stroh (3. v li) mit Vertreterinnen und Vertretern der beiden Obst- und Gartenbauvereine, den Preisträgern Natur- und Umweltschutz 2021.