"Fierche" brennt nicht mehr

Stadt lobt vorbildliches Verhalten von Besuchern des "Anderen Oktobers"

Das "Fierche" wurde im Beisein des Feuermeisters Klaus Otto bereits am Mittwoch gelöscht.
Fotos: Gerhard Manns

15.10.2021 / BAD HERSFELD - Was wurde im Vorfeld über die Absage des Lullusfestes, das Programm des "Anderen Oktobers" und das lediglich drei Tage brennende "Fierche" gesprochen. Nach den ersten Tagen zieht die Stadt Bad Hersfeld eine erste positive Bilanz. Gerade der (Lolls)montag habe trotz der guten Besucheranzahl kaum nennenswerte Verstöße zu verzeichnen gehabt.

"Wir sind bisher sehr zufrieden, wie unser Konzept für den 'Anderen Oktober' aufgeht. Auch das Verhalten der Menschen ist sehr vorbildlich bisher - als Stadt hoffen wir, dass das auch die restliche Zeit so bleiben wird", erklärt Stadtsprecher Meik Ebert auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage.

Vorbildliches Verhalten von Besuchern und Gastronomen

Der bisher frequentierteste Tag war eindeutig der Lolls(montag) - doch trotz einigen feiernden Menschen sei es auch dort zu keinen gravierenden Zwischenfällen gekommen, so der Stadtsprecher weiter: "In normalen Zeiten strömen bis zu 70.000 Menschen an diesem Tag an die Stadt, das wäre in diesen Corona-Zeiten absolut nicht zu händeln. Am Montag war zwar einiges los, allerdings waren rund um die Feuergrube und den Linggplatz 800 Personen, plus einige hundert in den Kneipen rund um den Marktplatz. Trotz dessen gab es kaum nennenswerte Zwischenfälle, was auch am vorbildlichen Verhalten der Besucher und auch der Gastronomen lag."

Nachdem am Montagmorgen das "Fierche" angezündet wurde, wurde es bereits am Mittwoch wieder gelöscht. Wie stellte Klaus Otto am Mittwochabend treffend fest, er sei der erste Lolls-Feuermeister überhaupt, der das "Fierche" alleine löschen muss. "Ich habe allerdings die Hoffnung, dass wir im nächsten Jahr wieder ein ganz normales Lullusfest feiern können, ohne Corona", so Klaus Otto.  

"Fierche" sorgte für Diskussionen

Zudem gab es zum Feuer hin, Zugangsbeschränkungen - die Stimmen dazu waren nicht durchweg positiv, wie Ebert zugibt: "Natürlich hat es rund um das Veranstaltungsfeuer Diskussionen gegeben. Aber auch da haben sich die Menschen an die Zugangsbeschränkungen und die Hygieneregeln gehalten. Die eingesetzte Security hatte kaum nennenswerte Vorfälle zu verzeichnen."

Ein weiterer wichtiger Indikator für die bisherige gute Auslastung sind die Herbstferien: "Mit dem vielfältigen Programm und dem Angebot an Schaustellern wollen wir vor allem Familien ansprechen. Dies ist uns bisher sehr gut gelungen", ergänzt Ebert. Die zeitliche und räumliche Entzerrung habe zudem bisher auch sehr gut funktioniert, so der Sprecher der Stadt Bad Hersfeld abschließend. (Kevin Kunze)+++