"Langweilig wird es nicht"

Torwarttrainer Pascal Krause: Auch in Corona-Zeiten ständig auf dem Rasen

Seit mehr als einem halben Jahr warten die Fußballer auf eine Rückkehr auf den Platz
Foto: Christian Vellmar

13.05.2021 / FULDA - Seit mehr als einem halben Jahr warten die Fußballer auf eine Rückkehr auf den Platz. Zumindest einige Torhüter konnten aber die vergangenen Monate ganz gut nutzen – zumindest mit engagierten Torwarttrainern wie Pascal Krause. "Die Wochenenden sind fast immer voll", berichtet Krause bei torgranate.de, der gebürtig aus Pforzheim stammt und aus Liebe zu seiner künftigen Frau 2014 in der Region Osthessen andockte.

Als Torhüter trat der 37-Jährige seither nicht in Erscheinung, aus Verletzungsgründen wurde die eigene Laufbahn früh beendet. Dafür war Krause schon in einigen Vereinen als Torwarttrainer aktiv. Los ging es beim damaligen TSV Lehnerz, als er bei Wolfgang Ernst erste Schritte machte. Aus dem Reinschnuppern wurden anderthalb Jahre, zu Ernst und einigen Torhütern entwickelte sich eine bis heute währende Freundschaft. Später heuerte der in Lütter lebende Krause beim SV Welkers, für den er heute noch aktiv ist, und dem Haimbacher SV als Torwarttrainer an.

Zuletzt war er zudem für den SV Neuhof tätig, den er zur neuen Saison für die SG Johannesberg verlassen wird: "Eigentlich wollte ich es ein wenig ruhiger angehen, aber das Projekt fand ich sehr, sehr spannend. Mit Johannes Kreis und Niklas Hofacker gibt es zwei ganz junge Keeper, es herrscht viel Entwicklungspotenzial", freut sich der vom HFV und DFB ausgebildete Torwarttrainer auf seine neue Aufgabe. In zwei Trainingseinheiten pro Woche sowie den meisten Spielen möchte er den Verbandsligisten begleiten. Ein möglicher Trainings- oder gar Saisonstart liegt zwar noch in den Sternen, doch langweilig wird es Krause nicht. Zahlreiche Torwarttraining-Einheiten werden auch zu Pandemie-Zeiten abgehalten, auch mit Keepern von "Goalkeeping Development".

In der von Hoffenheim-Torwarttrainer Michael Rechner gegründeten Torwartschule arbeitet Krause mit, sogar aus Erfurt kommen Schützlinge für ihr Training nach Fulda. "Zu zweit darf man ja auf dem Platz stehen. Zwischen Torhüter und Trainer kann sich sogar ein positiveres Verhältnis entwickeln, weil man besser in die technische Korrektur und Detailarbeit gehen kann." (tg) +++