SGB erwägt rechtliche Schritte

Regionalliga-Traum geplatzt! SG Barockstadt darf nicht aufsteigen

Dominik Rummel und die SG Barockstadt bleiben weiter Hessenligist
Archivfoto: ON

30.04.2021 / FULDA - Die Entscheidung ist gefallen. Die SG Barockstadt darf nicht in die Regionalliga Südwest aufsteigen. Das entschied am Donnerstag eine Gesellschafterversammlung der Regionalliga. Stattdessen wird es nur zwei Absteiger geben. Für die SG Barockstadt ist das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen. 

"Unter Berücksichtigung der wenigen ausgetragenen Spiele in den drei Oberligen wird den bisherigen sportlichen Leistungen kein hinreichender Aussagewert für die Ermittlung von Aufsteigern beigemessen", heißt es in einem Schreiben an die Vereine, das ON|Sport vorliegt.  Ein Aufstieg sei nur dann möglich, wenn ein Verein mindestens 50 Prozent der vorgesehenen Spiele absolviert hätte. Da in keiner der drei Oberligen dieses Kriterium erfüllt wurde, werde es auch keine Aufsteiger geben.
 
Die Regionalliga begründet ihre Entscheidung damit, dass es "sach-und interessensgerecht ist, den Aufstieg und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest von bestimmten sportlichen Voraussetzungen abhängig zu machen." Aufgrund der wenigen ausgetragenen Spiele wäre der Aufstieg maßgeblich vom Zufall der Spielplangestaltung abhängig gewesen, heißt es in dem Schreiben weiter. Deshalb käme auch die Anwendung der Quotienten-Regel nicht in Frage.

Barockstadt will gegen Entscheidung vorgehen

 
Für die SG Barockstadt ist das letzte Wort in diesem Zusammenhang hingegen noch nicht gesprochen. "Wir werden gegen diese Entscheidung rechtlich vorgehen. Es gibt klare Regeln, die hier nicht beachtet wurden", sagte SGB-Vorstand Martin Geisendörfer kurz nach der Entscheidung. Man sei mit den anderen Oberliga-Meistern in Kontakt und werde schauen, was juristisch machbar ist.
 
Einen genauen Fahrplan gibt es aber noch nicht. "Wir waren alle optimistisch, dass es mit dem Aufstieg klappt, deshalb hat uns diese Entscheidung total überrascht. Wir müssen uns jetzt sammeln und beraten. Dann wird man weitersehen", so Geisendörfer. +++ (fh)+++


SGB-Vorstand Martin Geisendörfer