Langer Stau im Berufsverkehr

Dieser Unfall endet tödlich: 63-jähriger Audi-Fahrer fährt auf Lkw auf

Tragischer Unfall am Mittwochmorgen auf der A7.
Fotos: Henrik Schmitt

09.12.2020 / FULDA - Schwerer Crash im Berufsverkehr: Der Leitstelle des Polizeipräsidiums Osthessen wurde gegen 06:45 Uhr ein Verkehrsunfall auf der A7, Fahrtrichtung Würzburg, zwischen den Anschlussstellen Hünfeld/Schlitz und Fulda Nord, gemeldet. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Autobahnpolizei sind schnell vor Ort, doch für einen Unfallbeteiligten kam jede Hilfe zu spät.


Was war geschehen?

Ein Lkw fuhr laut Angaben der Polizei auf der rechten Spur und wollte einem Pkw die Auffahrt vom Parkplatz Hummelskopf ermöglichen, daher zog er auf die linke Spur. Ein überholender 38-jährige Mercedes-Fahrer aus Vechta konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen kollidierte daraufhin mit dem Lkw. Er rollte noch circa 200 Meter und kam dann zum Stehen. Der 36-jährige LKW-Fahrer aus Belarus hielt auf dem Standstreifen an. Alle Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.

Während die beiden Unfallbeteiligten dabei waren, ihre Warndreiecke aufzubauen, erkannte ein 63-jähriger Audi-Fahrer aus Osnabrück den links mit Warnblinker stehenden Mercedes zu spät, zog nach rechts und prallte nahezu ungebremst unter den Auflieger des auf dem Standstreifen stehenden Sattelzugs. Der Audi-Fahrer wurde eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von 120.000 Euro. Aber wer fragt schon danach, angesichts dieser Tragödie.

Der Unfall wurde durch einen Gutachter untersucht. Die Autobahn musste im Bereich der Unfallstelle zeitweise voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch die Polizei abgeleitet. (mi/nb) +++

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