Staatssekretärin Asar überreicht Urkunde

Hochschulpräsident Karim Khakzar startet in seine dritte Amtszeit

Hochschulpräsident Karim Khakzar startet seine dritte Amtszeit.
Archivfoto: O|N

01.12.2020 / WIESBADEN - Die Staatssekretärin im Hessischen Wissenschaftsministerium, Ayse Asar, hat dem Fuldaer Hochschulpräsidenten, Professor Dr. Karim Khakzar, die Urkunde für seine dritte Amtszeit überreicht. Diese beginnt am 1. Dezember 2020 und dauert sechs Jahre. Unter den 14 Präsidentinnen und Präsidenten hessischer Hochschulen ist Khakzar inzwischen der Dienstälteste und als einziger in der dritten Amtszeit. Im Mai hatte ihn der erweiterte Senat der Hochschule Fulda einstimmig im Amt bestätigt.

Seit seinem Amtsantritt 2008 hat sich die Hochschule Fulda deutlich weiterentwickelt und zählt heute zu den großen und forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Die Zahl der Studierenden wuchs von circa 4.500 auf 9.700 im laufenden Wintersemester. Über 40 Bachelor- und Masterstudiengänge wurden seither neu eingerichtet, darunter innovative Studiengänge wie Digitale Medien, Hebammenkunde oder Sozialrecht.  Gleichzeitig konnte die Forschung an der Hochschule deutlich ausgebaut werden. Das über Wettbewerbe eingeworbene Drittmittelvolumen stieg in der Zeit seit 2008 von circa 1,6 Millionen Euro auf über 8 Millionen Euro pro Jahr. Maßgeblich trug dazu die Förderung für das Regionale Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität (RIGL-Fulda) bei, in dem die Hochschule mit rund 120 Praxispartnern aus der Region zusammenarbeitet. Als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften erhielt die Hochschule Fulda überdies das eigenständige Promotionsrecht, das heißt das Recht, Doktortitel zu vergeben.

Auch bei der Förderung der Chancengleichheit hat die Hochschule Fulda große Erfolge vorzuweisen. Mit einem Frauenanteil von aktuell 47 Prozent bei den Professuren ist sie bundesweit führend und beispielgebend. Die Entwicklung der Hochschule ist auch nach außen hin sichtbar. Der Campus ist im Vergleich zu 2008 kaum wiederzuerkennen. Bei allen Veränderungen ist es jedoch gelungen, den Charakter als Campushochschule zu bewahren. In die bauliche Entwicklung wurden seit dem Amtsantritt von Khakzar insgesamt rund 100 Millionen Euro durch das Land Hessen investiert, weitere 82 Millionen Euro wurden jüngst für zusätzliche, dringend erforderliche Baumaßnahmen bewilligt.

Seit 2016 ist Khakzar auch Sprecher aller 118 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die in der Hochschulrektorenkonferenz organisiert sind. Gleichzeitig ist er Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz und vertritt in dieser Funktion die Interessen der Hochschulen auf Bundesebene. "Auch nach nunmehr zwölf Jahren im Amt als Präsident der Hochschule Fulda verspüre ich noch große Lust an dieser Aufgabe und sehe noch einiges an Entwicklungspotenzial für unsere Hochschule", meint Khakzar. "Die Hochschule Fulda hat sich einen hervorragenden Ruf im deutschen Hochschulsystem erworben und in den letzten Jahren auch eine Menge Pionierarbeit geleistet, so zum Beispiel bei der Akademisierung im Gesundheitsbereich. Und sie ist zu einem enorm wichtigen Standortfaktor in der Region geworden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einem zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte ist eine Hochschule, die junge Menschen aus der gesamten Bundesrepublik und aus dem Ausland nach Fulda zieht, von unschätzbarem Wert", ist der Hochschulpräsident überzeugt. Die Hochschule Fulda zählt inzwischen über 1.400 internationale Studierende. (pm) +++