SWIM-Programm

Sanierung und Modernisierung: Land fördert Freibad mit 560.000 Euro

Hosenfelds Bürgeremeister Peter Malolepszy mit den Förderbescheiden fürs Freibad.
Foto: Gemeinde Hosenfeld

30.11.2020 / HOSENFELD - Die Gemeinde Hosenfeld (Landkreis Fulda) freut sich über einen Förderbescheid des Landes für die Sanierung des Schwimmbads, der in diesen Tagen im Briefkasten lag: Aus dem SWIM-Programm wird eine Zuwendung von 560.000 Euro für die geplante Sanierung und Modernisierung des Freibads Hosenfeld zugesagt.

Bereits im Sommer überreichte Landrat Bernd Woide im Schwimmbad einen Kreis-Scheck über 420.000 Euro, womit dreißig Prozent der erwarteten Kosten von insgesamt 1,4 Millionen Euro der Gesamtkosten abgedeckt werden können. Zur gleichen Zeit lief bereits ein Antrag der Gemeinde über eine Förderung aus dem SWIM-Förderprogramm des Landes, aus dem hessenweit insgesamt 50 Millionen Euro für die Modernisierung von Hallen – und Freibädern bereitgestellt werden. Die Regelförderquote liegt bei Investitionen über 100.000 Euro bei dreißig Prozent. "Wir haben aber von Anfang an darauf gehofft, noch zehn Prozent mehr zu erhalten, weil wir eine finanzschwache Kommune sind", erklärt Malolepszy. "Diese Hoffnung hat sich jetzt erfüllt, immerhin geht es um 140.000 Euro mehr Förderung!"

Mit Kreis- und Landeszuwendung können nun siebzig Prozent der Gesamtkosten abgedeckt werden, was einer Summe von 980.000 Euro entspricht. Die Gemeinde muss dann "nur noch" 420.000 Euro selbst tragen. Allerdings läuft noch ein weiterer Förderantrag: Der Bund hat sein in 2018 gestartetes "Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" noch einmal um 400 Millionen Euro aufgestockt und einen neuen Projektaufruf gestartet. Das Interessante daran: Bei finanzschwachen Kommunen steht eine Förderquote von bis zu 90 Prozent in Aussicht.

"Wenn die Gemeinde in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen würde, wäre das natürlich wie ein Sechser im Lotto", meint Hosenfelds Rathauschef. Die Chancen sind nicht so hoch, denn um den Fördertopf von 400 Millionen Euro buhlen mehr als 1.300 Kommunen deutschlandweit. "Wahrscheinlich werden nur um die 200 Kommunen einen Förderbescheid erhalten, aber wir hoffen natürlich, dass wir dabei sind. Die Entscheidung fällt wohl Ende März", weiß Malolepszy.

Sollte Hosenfeld in das Bundesprogramm aufgenommen werden, würden die anderen beiden Bescheide wieder an Land und Kreis zurückgegeben werden, denn die Gemeinde muss so oder so einen Eigenanteil von mindestens zehn Prozent selbst tragen.

"Wir bedanken uns bei Landrat Woide und Innenminister Beuth für die Bescheide und den Geldsegen. Damit haben wir schon einen dicken Spatz fest in der Hand. Aber wir wollen auch gerne die Taube auf dem Dach fangen", fügt der Hosenfelder Bürgermeister augenzwinkernd hinzu, den Blick bereits nach Berlin gerichtet. (pm) +++