Einweihung bei den Maltesern

Lange Planung, kurze Bauzeit: "Zentrum für Notfallvorsorge" nimmt Form an

Einweihung in Petersberg: Das Zentrum für Notfallvorsorge nimmt Form an
Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

03.07.2020 / PETERSBERG - In Zeiten der Corona-Pandemie wurde wieder einmal mehr deutlich, wie wichtig der heimische Rettungsdienst und Katastrophenschutz ist - wo auch immer geholfen werden muss, die haupt- und ehrenamtlichen Kräften sind zur Stelle. Zu einem erfreulichen Treffen kamen am Donnerstagmorgen Verantwortliche, Ehrengäste und Hauptamtliche auf der Malteser Rettungswache in der Gemeinde Petersberg (Landkreis Fulda) zusammen: Der erste Bauabschnitt des "Zentrums für Notfallvorsorge" wurde fertiggestellt.

"Die Notfallvorsorge wird hier, in einem Anbau der Rettungswache Petersberg, ihren Platz finden", sagte Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Diözesanleiter der Malteser in Fulda. "Wir freuen uns natürlich sehr über die finanzielle Unterstützung des Landkreises Fulda sowie der Gemeinde Petersberg." Der erste von drei Bauabschnitten umfasst eine neue Fahrzeughalle für drei Fahrzeuge. Zwei weitere Pläne sehen den Umbau der angrenzenden Autowerkstatt in eine neue Rettungswache, sowie die Sanierung der alten Wache für Schulungszwecke, vor. "Die nächsten Bauarbeiten sollen Ende des Jahres beginnen", erklärte Marco Melder, stellvertretender Leiter Rettungsdienst der Malteser im Gespräch mit O|N.

Abgerundetes Notfallzentrum 

Die Planung des Notfallzentrums begann bereits im Jahr 2012. "Im Januar 2020 konnten dann endlich die ersten Bauarbeiten beginnen", erinnert sich Malteser-Projektbeauftragter Winfried Bug. "Und jetzt können wir vor dem neuen Anbau stehen." Ein nicht unerhebliches Detail fehle jedoch noch: "Unser Malteser-Schild sollte natürlich wieder aufgehängt werden, jedoch wurde es gestohlen." Ein Neues sei selbstverständlich in Arbeit.

Dirk Rasch, Leiter Malteser-Notfallvorsorge, sprach von einem sogenannten "Kraftakt". "Trotzdem sind wir nun alle froh, dass Wartung, Pflege und das Ausrücken im Ernstfall nun deutlich leichter vonstattengehen." Zuvor standen die zwei Katastrophenschutz-Fahrzeuge in den Fuldaer Gemeinden Hofbieber und Künzell und mussten vor dem Einsatz immer erst nach Petersberg geholt werden - sehr umständlich. Doch das habe sich nun erledigt. Ganz wichtig, auch während der Bauphase: Die Hilfsfrist, innerhalb von zehn Minuten beim Patienten zu sein, konnte immer eingehalten werden. "Deswegen danke ich auch allen ehren- und hauptamtlichen Kräften für ihre Mitarbeit und ihr Verständnis."

Baukosten und Zukunft

Das Gesamtvolumen umfasst rund 450.000 Euro, 135.000 Euro gab es als Zuschuss vom Landkreis Fulda. Erster Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt betonte die gute Verkehrsanbindung der Wache und auch der Petersberger Bürgermeister Carsten Froß ist sichtlich stolz: "Ich kann Ihnen jetzt schon zusichern, dass wir Sie als Gemeinde auch zukünftig bei dem Projekt "Zentrum für Notfallversorgung" unterstützen werden." Anschließend an die Grußworte segnete der Malteser Jugendpfarrer Alexander Best das neue Gebäude.

Aufgrund der aktuellen Situation wurde die Einweihung in einem kleinen Rahmen vollzogen. Eine große Einweihungsfeier soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. (Nina Bastian) +++