Riesenzuspruch und begeisterte Gäste

Tolle Bilanz des 6. Genussfestivals: Knapp 100.000 Besucher

Sie verwandelten die Pauluspromenade und den Schlossgarten in eine Genussmeile: Sven Nelles, Carolin Zuspann, Christoffer Müller, Marc Zuspann, Patrick Spies, Benjamin Kehl und Volker Elm. Es fehlt Andreas Rau.
Fotos: Martin Engel / Hendrik Urbin

12.08.2019 / FULDA - Strahlende Gesichter bei Gästen und Veranstaltern sind die einhellige Bilanz des mittlerweile 6. Fuldaer Genussfestivals auf der Pauluspromenade und zum ersten Mal auch im vorderen Bereich des Schlossgartens. "Wir sind zwar geschafft, aber auch rundrum begeistert, wie gut unser gemeinsames Konzept aufgegangen ist", freut sich Carolin Zuspann am Sonntagnachmittag. Hat der wegen des heftigen Gewitters abgesagte Freitagabend den Akteuren nicht die Laune verhagelt? "Nein", sagen die Veranstalter übereinstimmend, es gab keinen Frust - gegen das Wetter ist man bei Open-Air-Festen einfach machtlos. Dafür hat an allen anderen Tagen alles prima geklappt. "Wir hatten ja noch keinerlei Erfahrungswerte mit dieser neuen Dimension und wussten nicht, wie es ankommt", erzählt Carolin Zuspann von der Planung. Aus der Rückschau war die Erweiterung genau richtig: "Da wurde von den Gästen wirklich jeder vorhandene Zentimeter ausgenutzt", freut sie sich.

Auch das diesjährige Motto, das sich ganz und gar dem Thema Bier in all seinen Variationen verschrieben hatte, kam beim Publikum hervorragend an. "Hier wurde ganz gezielt ausgesucht und die verschiedenen Interpretationen der beteiligten Gastronomen probiert und miteinander verglichen - das hat den Gästen richtig Spaß gemacht", lobt sie rückblickend. Ihr besonderes Highligt war die großartige Unterstützung durch die antonius-Mitarbeiter, die hundertprozentigen Einsatz gebracht und für alle hinter den Theken unersetzliche Hilfe geleistet hätten.

Auch Sven Nelles zieht ein rundum positives Fazit der vergangenen vier Tagen. "Das hat alles top gepasst und bei dem Riesen-Angebot hat wirklich jeder etwas für sich gefunden, das ist sensationell gut gelungen", sagt er und lobt auch die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt. Nur das Räumen der Zelte am Freitagabend stellte sich zum teil als schwierig dar - manche Gäste wollten offenbar partout nicht gehen. "Aber wir haben ja die Verantwortung gehabt, da gab es keine Alternative." Ansonsten finden alle Akteure die entspannte Atmosphäre, die gut gelaunten Gäste und das stimmunsgvolle Ambiente besonders hervorhebenswert. "Wenn ich hier nicht selbst mit von der Partie wäre, würde ich mich bei diesem Genussfestival auch jederzeit gerne dazusetzen", versichert Nelles.

Es gab während des gesamten Festivals keine wirklichen Pannen oder Grund zum Ärger, doch verbessern lässt sich auch das allerbeste Konzept noch. "Bei der Pfandrückgabe gab es häufig Schlangen, das müssen wir nächstes Jahr besser organisieren", sind sich die Veranstalter einig. "Mein Vater hat unter den Wartenden Softeis verteilt, das kam gut an, sagt Sven Nelles. Er will sich am Sonntagabend nach dem Abbau erstmal ausführlich seinem Töchterchen widmen, bevor es mit dem Aufbau für die Bonifatiuspremiere weitergeht. Carolin Zuspann hat wie die anderen Veranstalter auch nur wenig Zeit zum Enspannen. "Ich lese heute Abend erstmal in aller Ruhe alle Berichte über das Genussfestival", kündigt sie an. Apropos Ankündigung: das Motto für das nächste und siebte Genussfestival soll noch ein Geheimnis bleiben - man darf gespannt sein. (Carla Ihle-Becker)+++