Prinzen und die Randstaaten im Herzen

FKG-Präsident Michael Hamperl zu den Diskussionen nach dem ROMO-Ausfall


Archivfotos: O|N

16.03.2019 / FULDA - Für alle Fastnachts-Anhänger ist es der Höhepunkt einer jeden Kampagne: Der Rosenmontagsumzug. Monatelang geben sich hunderte ehrenamtlich engagierte Jecken große Mühe, um schöne Motivwagen und Kostüme zu kreieren und dem närrischen Volk am Straßenrand einen wunderbaren Umzug zu bieten. Das ist natürlich auch bei Hessens größtem Romo in Fulda so. Dass der Wettergott leider nicht immer ein Fastnachter ist, mussten die Narren nach 2016 leider auch in diesem Jahr feststellen.

Ein Sturm zog pünktlich zum Rosenmontag über Deutschland auf und machte vielerorts einen Umzug unmöglich. In Fulda wurde der Umzug kurzfristig abgeblasen - aus (verständlichen) Sicherheitsgründen. Anschließend kochten die Emotionen hoch. Und damit auch die Diskussionen. Was tun? Den Romo irgendwann nachholen? Für alles gibt es ein Für und Wider.

FKG-Präsident Michael Hamperl nimmt Stellung

Insbesondere auch der Präsident der Fuldaer Karnevalgesellschaft (FKG) stand und steht im Mittelpunkt. Auch nach knapp zwei Wochen sind die Diskussionen - allen voran in den sozialen Medien - nicht abgeebbt. "Da ich selber nicht in Facebook bin und hier wohl reger Austausch herrscht und auch gewisse Äußerungen zu mir vorgedrungen sind, möchte ich mich nochmals deutlich zum ausgefallenen ROMO und mögliche Kompensation äußern", schreibt Hamperl deshalb in einer Pressemitteilung.

Über die Gründe und Notwendigkeit der Absage sei alles gesagt worden, sie war alternativlos und das haben, so denke ich, auch alle verstanden und zwischenzeitlich auch eingesehen. "Unserem Prinzen Markus und auch seinem Bruder Alexander (er konnte ja nur fußläufig durch die Stadt) einen Ausgleich zu schaffen, war uns eine Herzensangelegenheit, weil beide Vollblutkarnevalisten und große Persönlichkeiten sind", sagt der FKG-Präsident weiter.Vorstellbar und konkretisiert habe sich ein Wagen am 11.11. dieses Jahres analog bei Alexander (dem Prinzen aus der Kampagne 2015/2016, die Red.) damals und einen Günther Bau-Wagen am kommenden ROMO Zug. "Bei all meinen öffentlichen Äußerungen stand der Prinz im Focus, denn als FKG-Präsident ist es selbstredend und nahe liegend, daß ich natürlich zunächst an ihn denke. Keinesfalls wollte ich die Randstaaten Tollitäten außen vor lassen, wer mich kennt, weiß das mein Herz auch für sie schlägt. Schließlich liegt auch mein karnevalistischer Ursprung bei einem Randstaat", sagt Hamperl weiter.

Auch die Randstaaten sollen die Möglichkeit bekommen, sich zu präsentieren. Die Form sei jedoch noch unklar. "Das war für mich selbstverständlich und deswegen auch gar nicht besonders erwähnt worden. Daher möchte ich dies an der Stelle nochmals verdeutlichen."

Wie alle Fastnachter habe die ganze FKG-Familie unter der Absage gelitten - eine Kampagne ohne Romo. Da fehlt einfach etwas ganz Wesentliches. (hhb / pm) +++