Motto: Lerne spielend helfen

Jugendfeuerwehr Schöneck-Kilianstädten übt "Erste Hilfe"

Stabile Seitenlage
Fotos: Hans-Peter Loeb

07.12.2017 / SCHÖNECK - Vorhandene Fähigkeiten und Potentiale nutzen und in den eigenen Reihen weitergeben und vermitteln: eine Ausbildungsmethodik, die Jugendwart Maik Illgner auch in seiner Gruppierung, der Jugendfeuerwehr, anwenden und umsetzen möchte. Der Dienstplan wies als Thema „Erste Hilfe“ aus, als Ausbilderin Melina Z. Melina ist seit frühester Jugend Angehörige des Jugendrotkreuz Nidderau. Dort hat sie von Grund auf gelernt, wie Erste Hilfe funktioniert unter dem Motto „Lerne spielend helfen“. Seit einem Jahr ist sie auch Mitglied der Jugendfeuerwehr ihres Wohnortes. Zusammen mit ihrer Freundin Celine hatte sie sich intensiv auf die Ausbildungsstunde der Jugendfeuerwehr vorbereitet: eine Mischung aus Vortrag und praktischer Anwendung – Lampenfieber eingeschlossen.

Ganz einfach die noch die erste Übungseinheit: beim Kartoffelschälen in den Finger geschnitten: richtige Anwendung von Pflaster. Die Steigerung: Knieverletzung beim Fußball: das Verbandpäckchen bedurfte schon mehr Fertigkeit. Die „Krönung“: Aderverletzung: Anlegen eines Druckverbandes – mangels vorhandener Druckpolster nutzten die „Schüler“ sogar ihr Handy – Spaßfaktor natürlich inbegriffen. Über die 20-20-Regel (bei Verbrennungen 20 Minuten unter 20 Grad warmes Wasser) gelangten die beiden Ausbilderinnen zu den Highlights: die Schocklage und die Stabile Seitenlage. Anfangs noch ein regelrechtes Gewusel im Unterrichtsraum, bei dem auch hier und da ein unterdrückter Fluch zu vernehmen war, entwickelte sich recht schnell bei gegenseitiger Unterstützung eine patientengerechte Vorgehensweise. Das abschließende Eis diente nicht der Kühlung einer stumpfen Verletzung, sondern Gaumenfreuden. +++