Erstbezug im Frühjahr 2017

Richtfest am Vonderau Museum - "Wir wollen verdichteten Wohnraum"

v.l.: Andreas Staubach, Daniel Schreiner, Moritz Staubach, Kurt Staubach

14.07.2016 / FULDA - Der Rohbau steht. Nach acht Monaten Bauzeit feierten die Architekten des Neubaus "Wohnen am Vonderau Museum" mit mehr als 20 Gästen am Donnerstagnachmittag Richtfest. Seit acht Jahren ist klar: Hier entsteht ein vierstöckiges Wohnhaus mit zwölf Wohneinheiten. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr ist das Gebäude bezugsfertig.

"Wir wollten aus diesem Schandfleck etwas Schönes machen, der Gegend eine neue Qualität geben", erklärt Architekt Andreas Staubach das Bauvorhaben. Für die Realisierung des Baus habe man sich Fachingenieure ins Boot geholt, denn die Anforderungen an das Projekt seien nur mit einem interdisziplinären Team zu erfüllen. "Wichtig war uns auch den Bau ohne Ärger mit den Nachbarn voranzubringen." Eine besondere Schwierigkeit lag auch in der architektonischen Gestaltung. "Wir sind hier in der Kernstadt. Das Gebäude muss sich in das Gesamtbild fügen. Das erfordert Sensibilität."

Beim Bau des Wohnhauses legen die zuständigen Architekten von Staubach und Partner auch großen Wert auf die Umweltverträglichkeit. "Ein Wärmedämmverbundsystem lehnen wir ab. Stattdessen bevorzugen wir eine hochwertige Natursteinfassade." Auf fossile Energieträger verzichten die Architekten ebenfalls. Neun je 100 Meter tiefe Bohrungen sollen für ausreichend Wärme im Winter und eine angenehme Kühle im Sommer sorgen. "Die Wohnungen heizen sich durch dieses System im Durchschnitt um fünf Grad weniger auf, als das bei anderen Lösungen der Fall ist." An der Hausseite zum Kasernengäßchen ist eine acht Meter hohe bemooste Wand geplant, die für ein angenehmes Klima und eine schöne Atmosphäre sorgen soll.

Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner begrüßt das Projekt. "Fulda wächst, Wohnraum ist knapp, die Lage äußerst attraktiv. Wir wollen die Verdichtung." Innenstädtische Barrierefreiheit, Mangel an Parkplätzen. Das Wohnprojekt verspreche hier Lösungen für die zukünftigen Besitzer. Denen rät Schreiner scherzend: "Es gibt viele Feste in der Innenstadt. Rufen Sie bitte nicht vor 24 Uhr die Polizei, denn die sind alle von uns genehmigt." Die Feste machten das Leben in der Innenstadt aus. "Deshalb sind Wohnungen hier auch so begehrt."

Von den zwölf 70 bis 140 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen stehen aktuell noch zwei zum Verkauf. "Das Schöne an dem Projekt für die Käufer ist, dass wir sie an der Planung beteiligen", betont Staubach. So kann im kommenden Frühjahr jeder in seine eigene individuelle Wohnung einziehen. (Toni Spangenberg) +++