Künstlerin Sybille GÄRTNER gewidmet

Krippen von Rhöner Schnitzern: Große Ausstellung im Fuldaer Stadtschloss

Aus Ton modellierte Figuren von Sybille Gärtner - die Kirchenkrippe der Pfarrei St. Antonius Künzell
Fotos: Nina Sauer

Wie reizvoll, schön und ausdrucksstark Krippendarstellungen sein können, erfahren Besucher in der aktuellen Ausstellung der Krippenfreunde Fulda. Anlässlich der 85. Landestagung des Verbandes Bayerischer Krippenfreunde in Fulda richten die heimischen Krippenfreunde wieder eine große Ausstellung im Kaisersaal des Stadtschlosses aus. Gezeigt werden dort Krippen aus der Region, von regionalen Künstlern und normalerweise aus der ganzen Welt. Dieses Jahr steht die Ausstellung jedoch ganz unter dem Motto "Rhön" beziehungsweise "Rhöner Schnitzer", deshalb sind dort aktuell Krippen von Rhöner Schnitzern und auch Privatleuten zu sehen.

"Die Ausstellung widmen wir Sybille Gärtner aus dem Kreis Gummersbach. Sie ist am 25.08.1992 verstorben und wäre am 15. März dieses Jahres 100 Jahre alt geworden", berichtet Bernhard Farnung von den Krippenfreunden Fulda. Gärtner zeigte sehr früh Interesse am Malen, Schnitzen und Modellieren und begann mit 16 Jahren eine Ausbildung beim Bildhauer Eduard Schmitt in Köln. Nach dem Umzug zu ihrer Tante in Fulda habe sie mit dem Schnitzen von ersten Krippenfiguren begonnen.
 
Im schmucken Ambiente des Kaisersaals haben die Mitglieder aus der Rhön und Umgebung ihre Schätze  aufgebaut. In diesem Jahr sind weniger orientalische Motive zu sehen, jedoch ist die Ausstellung vielfältig gestaltet: Neben tradionellen holzgeschnitzten Krippen, gibt es aus Ton handmodillierte Figuren und auch eine moderne Krippe mit Figuren aus Acrylglas. "Von den Besuchern wird die Ausstellung sehr gut angenommen und am Wochenende hatten wir pro Tag rund 100 Schaulustige - das freut uns natürlich", so Farnung.

Die Krippenausstellung ist noch bis zum 11. Dezember, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für Kinder bis sechs Jahren frei, Kinder von sechs bis 14 Jahren zahlen einen Euro und ab 14 Jahre kostet es zwei Euro. (Nina Sauer) +++