Pünktlich zu den Sommerferien

Hessische Jugendherbergen starten große Öffnungswelle

Die Jugendherbergen in Hessen, wie hier in Bad Hersfeld, sind durch die Corona-Krise schwer gebeutelt gewesen.
Archivfoto: O|N/Stefanie Harth

30.06.2020 / REGION - Die hessischen Jugendherbergen öffnen am 1. Juli zwölf weitere Häuser, damit sind dann 21 der 30 eigenen Jugendherbergen, sowie die beiden Anschlusshäuser wieder am Markt. "Wir freuen uns so auch ein kleines Zeichen der Hoffnung an unsere Gäste und Mitarbeitenden zu senden", sagt Timo Neumann, Vorstandsvorsitzender der Jugendherbergen in Hessen.

Hausleitersprecherin Lilli Scheffke ergänzt: "Wir müssen einfach tun, was wir können, aktuell bereiten wir alle Häuser mit unserem Hygienekonzept, einfachen Umbauten, Einbahnstraßen, angepassten Essensausgaben und Mitarbeiterschulungen auf die Wiedereröffnung vor." Die Jugendherbergen werden aber nicht pauschal wieder für jedwede Anreise offen sein, sondern die Gäste müssen sich aufgrund des Hygienekonzeptes vor Anreise kurz bei der Wunschherberge melden, damit abgestimmt werden kann, ob eine Übernachtung möglich ist. Pressesprecher Knut Stolle erklärt und mahnt: "Zum einen haben wir uns dies in unserem geprüften Hygienekonzept selbst auferlegt um die Besuchermengen besser kontrollieren zu können, zum anderen müssen wir extrem vorsichtig sein, damit wir durch die Öffnung nicht weiteren wirtschaftlichen Schaden nehmen, dies könnte aber zum Beispiel bei einer sehr geringen Übernachtungszahl passieren."

Geöffnet sind bereits die Jugendherbergen Helmarshausen, Korbach, Hohe Fahrt am Edersee, Waldeck am Edersee, Hoherodskopf, Eschwege, Bad Hersfeld, Fulda und Limburg. Am 1. Juli kommen die Häuser in Kassel, Willingen, Rotenburg, Biedenkopf, Lauterbach, Gersfeld, Wetzlar, Büdingen, Oberreifenberg, Bad Homburg, Darmstadt und Erbach hinzu.

Die Jugendherberge Wiesbaden plant die Wiederöffnung am 1. August. Die zwei Burgjugendherbergen haben im Winter umfassendere Renovierung erfahren, die von langer Hand geplant wurden. Auf der Burg Breuberg wurde noch vor der Corona Krise begonnen Fußböden und Möbel zu renovieren, sowie einen öffentlichen Sanitärbereich zu modernisieren. Die Starkenburg wird seit November 2019 im Inneren kernsaniert und erweitert. Beide Projekte werden aufgrund der Corona-Krise deutlich verspätet am 15. September dieses Jahres abgeschlossen sein und wiedereröffnen.

Vorbuchungszahlen sind Richtwert


"Die Vorbuchungszahlen für die nächsten zwölf Monate sind für uns immer ein Richtwert wie es uns geht", so Neumann, "leider sieht es weiterhin sehr schlecht aus, viele der jetzt vorbereiteten Häuser, die ab dem 1. Juli wieder für Gäste bereit sind, haben fast keine Vorbuchungen, ein Überleben ist so kaum möglich." Scheffke: "Wir freuen uns gerade vornehmlich über Familienreisende, die auch unsere neuen Kinderprogramme mit Freude annehmen, aber zum Überleben brauchen wir vor allem wieder ein Klassenfahrt- und Gruppengeschäft.

Hier zögern die Verantwortlichen weiterhin aufgrund der unsicheren Lage oder der von Landesregierungen ausgesprochenen Reiseverbote und Zusammenkunft-Reglementierungen." Gruppen, sowie Sport- und Musikgruppen dürfen mittlerweile wieder in kleinen Zusammenstellungen zusammenkommen, Stolle: "Wir können in unseren Häusern viel möglich machen, so haben wir mittlerweile auch wieder vereinzelte Buchungen von größeren Sportgruppen, die Ihren Aufenthalt dann mit unserer Hilfe in kleineren Trainingsgruppen parallel zusammen verbringen können." (pm)+++