Zentrale Servicenummer eingerichtet

Corona-Helpdesk für Unternehmen und Selbständige gestartet

Christoph Burkard bei der Videokonferenz mit den Mitarbeitern der Region Fulda GmbH, die sich überwiegend im Homeoffice befinden.
Foto: Michael Kiel: Region Fulda GmbH

27.03.2020 / FULDA - Die Corona-Krise ist für alle Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes Neuland. Das gilt insbesondere auch für die Wirtschaftsförderung. Die Region Fulda GmbH hat am vergangenen Mittwoch einen speziellen Helpdesk für alle betroffenen Unternehmen und Selbständigen gestartet.

In den ersten beiden Tagen gingen auf der eigens geschalteten Servicerufnummer 0661-1024805 mehr als 100 Anrufe ein. Die Hotline ist von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr besetzt. Darüber hinaus wurde eine zentrale Informationsseite unter www.region-fulda.de/corona  geschaltet, die allein in den ersten beiden Tagen mehr als 3000 Aufrufe hatte. Der entsprechende Leitfaden für Unternehmen wurde bereits mehr als 400 mal als PDF heruntergeladen.

Was oder besser gesagt wer verbirgt sich hinter der Servicerufnummer? Die Hotline läuft auf im Call-Center des Fuldaer Unternehmens Cable&Office, das seit fast 20 Jahren im Fuldaer Münsterfeld arbeitet. Die Mitarbeiter/innen von Uta Plönes und Thomas Lang, übrigens zwei gelernte Banker, geben eine Erstauskunft, verbinden weiter an Experten oder informieren diese per Mail. Als Experten fungieren Mitarbeiter des Kreisjobcenters und der Regionalentwicklung des Landkreises Fulda, die von Ulrich Nesemann koordiniert werden, Peter Hügel von der Stadt Fulda, die Mitarbeiter der Region Fulda GmbH und bei Bedarf auch Geschäftsführung und Mitarbeiter von Industrie- und Handelskammer und Kreishandwerkerschaft. Darüber hinaus sind auch Unternehmensberater aus dem Gründernetzwerk der Region Fulda GmbH eingebunden, die sich ehrenamtlich in das Projekt einbringen. Koordiniert wird der Helpdesk von der Region Fulda GmbH, deren Mitarbeiter ständig Informationen sammeln, aktualisieren und diese die Helpdesk-Mitarbeiter- und Experten weitergeben und auch im Internet präsentieren. Darüber hinaus werden hier auch digitale Anfragen auf die zentrale Mailadresse helpdesk@region-fulda.de beantwortet.

Nicht alle Fragen können gleich beantwortet werden, etwa, wenn es um die Definition des Begriffs Liquiditätsengpass geht oder um die Verwirklichung von Stundenaufzeichnungspflichten für Außendienstler während der Corona-Krise. Aber, so Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda GmbH, in der Regel gehe es eigentlich immer ums Geld. „Wo kann ich Zuschüsse beantragen und wie hoch sind die?“. Nach derzeitigem Stand der Informationen, so Burkard weiter, steht ein zentrales Formular am Montagmorgen auf der Homepage des Regierungspräsidiums Kassel zur Verfügung. Hilfestellung beim Ausfüllen leisteten dann die IHK, die Kreishandwerkerschaft, die Mitarbeiter des Helpdesks und auch die Steuerberater.

Auch technische Fragen, wie etwa zum Einrichten eines Homeoffices oder von Videokonferenzen oder auch der Erweiterung von Bandbreiten der Internetverbindung könnten an den Helpdesk gerichtet werden. Burkard: „Hier arbeiten wir eng mit der Verein Zeitsprung IT-Forum Fulda e.V. zusammen“. Technische Anfragen können auch direkt über die Mailadresse support@zeitsprung.org an den IT-Verein gerichtet werden. Im Aufbau befindlich ist auch eine Kooperationsplattform, auf der Unternehmen und selbständige Angebote und Gesuche platzieren können. Ein entsprechendes Online-Formular ist über www.region-fulda.de/corona erreichbar. (pm) +++