Mehr Präsenz und Corona-Kontrollen

Hessen zieht mit! Polizeisprecher Dominik Möller: "Bevölkerung ist vernünftig!"

Beamte der Bereitschaftspolizei kontrollieren, wie hier am Simpliziusbrunnen in Fulda.
Foto: Christian P. Stadtfeld

25.03.2020 / FULDA - Die Hessen ziehen mit und kämpfen gemeinsam gegen das Coronavirus. Die Polizei führt dennoch regelmäßig Kontrollen durch, ob die von der Landesregierung getroffenen Maßnahmen auch eingehalten werden. Heißt: Es wird kontrolliert, ob Gaststätten und Kneipen, Einzelhändler & Co. auch tatsächlich geschlossen haben und dass keine sogenannten Corona-Partys gefeiert werden. Im Fokus: das ausgesprochene Kontaktverbot.

Auf OSTHESSEN|NEWS-Nachfrage erklärt Dominik Möller, Sprecher vom Polizeipräsidium Osthessen in Fulda: "Die Bevölkerung verhält sich hier vor Ort bisher sehr vernünftig und geht verantwortungsvoll mit der besonderen Lage um. Das ist lobenswert und bleibt hoffentlich auch so. Wir sind präsent und halten uns eher im Hintergrund auf. Wenn es sein muss, sind wir da, suchen aber zunächst einmal das persönliche Gespräch. Das Verständnis für die Maßnahmen ist auf jeden Fall gegeben." Kleine, aber nicht nennenswerte Verstöße hätte es gegeben. Stichprobenartig werden auch Verkehrskontrollen durchgeführt. Das Präsidium hat dafür Unterstützung von der Bereitschaftspolizei erhalten. Und auch das städtische Ordnungsamt ist Einsatz.

Bei Fehlverhalten und massiven Verstößen kann es für Uneinsichtige richtig teuer werden. Die Polizei nimmt das Infektionsschutzgesetz als Grundlage. Die Strafen reichen dann von hohen Geldbußen bis 25.000 Euro, aber auch Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

Das schöne Wetter mit Sonne und blauem Himmel ist verlockend. Aber dennoch gilt weiterhin der Appell: Bleibt zu Hause, um die Ausbreitung des Virus nachhaltig zu verhindern. (Christian P. Stadtfeld) +++

Dominik Möller vom Polizeipräsidium Osthessen sagt: \"Die Bevölkerung verhält sich hier vor Ort bisher sehr vernünftig.\"
Archivfoto: Marius Auth