Beer Tasting im AHA

Die genussvolle Entdeckungsreise in die Welt des Bieres

Traditioneller Fassanstich mit Benjamin Tschesnok, Thomas Trabert, Carolin Zuspann und Biersommelier Georg Hiernickel
Fotos: RhönTravel

15.02.2020 / HÜNFELD - Familie Zuspann lud am Freitagabend im AHA Hünfeld (Landkreis Fulda) zu einem Beer-Tasting mit der Kulmbacher Mönchshof Manufaktur Brauerei im urig historischen Ambiente der alten Brennerei ein. Kein anderer als der fränkische Biersommelier Georg Hiernickel – einer der bekanntesten und unterhaltsamsten Bierexperten Bayerns – führte durch eine sehr unterhaltsame und genussvolle Erlebnisreise vom Fassbieranstich bis hin zum Bierstacheln.

Georg Hiernickel, Sohn einer traditionellen Familienbrauerei in Haßfurt, wurde das Bierbrauer-Handwerk schon früh in die Wiege gelegt. Dass Bier eben nicht nur einfach Bier ist, sondern die Möglichkeiten seines Genusses und die vielseitigen Facetten zu entdecken, das hat sich Georg Hiernickel auf die Fahne geschrieben.

Mit seinem Satz „Es gibt viele Biertrinker, aber nur wenige Bierkenner“ liegt er vielleicht gar nicht so verkehrt. Ihm liegt sehr viel daran, die Menschen zu sensibilisieren die Wertigkeit der Rohstoffe eines Bieres zu erkennen. Nur wer dies zu schätzen weiß, weiß die Lebensqualität zu schätzen. Gerade die Schätze unserer Heimat – die so klein und unscheinbar erscheinen – sind ein hohes Gut.

Mit hohem Unterhaltungsfaktor begann der Abend mit dem Fassbieranstich. Immer wird hierfür ein hochrangiger Politiker oder Prominenter gewählt, der erst einmal Kreise der zahlreichen Besucher ausgesucht werden musste. Nichts lag da ferner als den anwesenden künftigen Bürgermeister Benjamin Tschesnok, der ab 01. April 2020 sein Amt antritt, auszuwählen.

Mit Brauschürze versehen und Rückendeckung von Biersommelier Hiernickel, Thomas Trabert (Gebietsverkaufsleiter der Mönchshof Brauerei) und Carolin Zuspann, schlug er den Zapfen gekonnt ins hölzerne Fass: O´Zapft is - und schon wurden die Krüge mit Mönchshof Zoigl gefüllt.

Sieben Biersorten konnte man verkosten: von einem leichten naturtrüben Radler, über Zoigl, Keller- und Schwarzbier, Eisbock, bis hin zum Schlenkerla-Rauchbier – eine Geschmacksexplosion der Sinne. Perfekt abgestimmt dazu die Speisen aus der Küche der Familie Zuspann. Lange Brotzeit-Brettl mit Obatztem, Mett, Würschtl, Speck, Käse, Lachs, etc. gab es vorweg. Dicht gefolgt von geschmorten Bäckchen, mit Rotkraut, Knödeln und in Dunkelbier eingelegten Zwiebeln und Soße.

Zum süßen Abschluss ein Vanille-Eis, wer mochte mit einem Schluck Eisbock übergossen, und ein Bierbrand der heimischen Schlitzer Destillerie. Dass auch Frauen perfekt mit einem Schlegel umgehen und ein Fass anstechen können, bewies eine junge mutige Frau aus dem Publikum. Nicht gleich auf Anhieb – aber so ist es dem schwachen Geschlecht zu verzeihen – mit sanften Schlägen wurde das nächste Fass angestochen.

Durch die vielen unterhaltsamen Erzählungen und Erfahrungen des Biersommeliers, mit lustigen Anekdoten, blieb kein Auge trocken und der Abend verging viel zu schnell. Das Licht wurde abgedunkelt und ein weiteres Highlight „DAS BIERSTACHELN“ begann. Hierbei wird ein länglicher Stahlstab mit einem Bunsenbrenner auf ca. 600 Grad erhitzt, bis er zu glühen beginnt. Für ein paar Sekunden wird er in eiskaltes Bier – in dem Fall das Rauchbier getaucht. Durch die Hitze karamellisiert der Restzucker und es bildet sich cremiger, warmer Schaum. Ein toller Duft macht sich breit und es ist interessant diesen neuartigen Geschmack auf der Zunge zergehen zu lassen.

Wer dann noch durstig und mutig genug war, konnte sich noch einmal bei einer Blindverkostung versuchen. Für den Nachhause-Weg spendierte die Mönchshof Brauerei und Manufaktur für jeden Gast ein 8er-Tragerle Bier, sodass auch wir mit genügend Proviant die Heimreise in die Rhön antreten konnten. (pm) +++