Seit November ohne Nahversorger

Gemündener können aufatmen: Netto will im Herbst 2020 eröffnen

Vor ein paar Tagen stand hier in Nieder-Gemünden noch das ehemalige Tegut-Gebäude. Dies wird nun abgerissen. Ab Herbst 2020 kommt der Discounter "Netto" dort hin.
Fotos: Luisa Diegel

16.02.2020 / GEMÜNDEN (FELDA) - Das Leben im ländlichen Raum hat viele Vorteile: Ruhe, Idylle, Natur. Doch derzeit spüren die Einwohner der Gemeinde Gemünden (Felda) im Vogelsbergkreis, dass es auch Schattenseiten gibt. Denn seit November, als der einzige Nahversorger Tegut die Filiale im Ortsteil Nieder-Gemünden dicht machte, stehen sie ohne Supermarkt da. Jetzt nun die gute Nachricht: das Unternehmen "Netto Marken-Discount" plant ab Herbst 2020 eine Filiale zu eröffnen. 

Schon länger gehen in der Gemeinde Gemünden (Felda) Gerüchte die Runde, dass der Discounter "Netto" eine Filiale auf dem ehemaligen Tegut-Gelände eröffnen möchte. Schilder auf der Baustelle, wo derzeit des ehemalige Tegut-Gebäude abgerissen wird, verraten: es stimmt. Der Lebensmittel-Discounter Netto kommt in die Gemeinde. Das bestätigt das Unternehmen auch auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS: "Wir bestätigen, dass eine neue Netto-Filiale am Standort Gemünden (Felda) geplant ist. Der Markt wird voraussichtlich im Herbst 2020 eröffnen", so Christina Stylianou, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount. Der Lebensmittelmarkt hat bereits einige Filialen in Vogelsberg, beispielsweise in Lauterbach, Mücke oder Herbstein.

Auf einer Verkaufsfläche von etwa 800 Quadratmetern entspricht die zukünftige Filiale in Gemünden "unserem modernen Netto-Konzept welches die größte Lebensmittel-Auswahl in der Discountlandschaft ebenso beinhaltet wie ein ausgewogenes Verhältnis von Marken- und Eigenmarkenanteil sowie einen Schwerpunkt auf frische, regionale Lebensmittel". Wie viele Mitarbeiter an dem neuen Standort arbeiten, ist bislang unbekannt. "Wir wollen eine qualifizierte Nahversorgung für die Bewohner von Gemünden und Umgebung bieten. 

Die Hiobsbotschaft, dass der einzige Supermarkt in der Gemeinde schließt, traf die 2.700 Einwohner. Derzeit müssen sie nämlich in die umliegenden Gemeinden wie Homberg (Ohm), Feldatal oder Romrod ausweichen, um sich mit Lebensmittel einzudecken. Das hat dann ab Herbst, nach einem Jahr, wieder ein Ende, auch ganz zur Freude von Bürgermeister Lothar Bott. "Wir sind froh und dankbar, dass alles geklappt hat und auch die Zusammearbeit mit dem Eigentümer und den Behörden so gut geklappt hat", erzählt er uns. "Wir als Gemeinde haben alle Voraussetzungen, eine gute Infrastruktur mit Kindergarten, Schule und Ärzten - es freut mich, dass gemeinsam eine Lösung gefunden wurde, um auch die Nahversorgung in der Gemeinde wiederherzustellen. (Luisa Diegel) +++