"So lassen, wie es ist""

Nachfolger für "Ramspeck" gefunden: Barbara Schönenberg übernimmt

Barbara Schönenberg (vorne rechts) löst Ramspeck-Inhaberin Christine Metz-Schmidt (vorne links) ab.
Fotos: Luisa Diegel

14.02.2020 / ALSFELD - Im September vergangenen Jahres ging Ramspeck-Inhaberin Christine Metz-Schmidt an die Öffentlichkeit: Sie suchte einen Nachfolger für ihren Kult-Deko-Laden in der Alsfelder Innenstadt. "Der Laden ist eine Herzensangelegenheit, aber es gibt wichtigere Dinge", erzählte sie damals. Nun, etwa fünf Monate später, können die Alsfelder aufatmen: denn Barbara Schönenberg, Inhaberin von „BarBera Möbel & More“, wird das Kult-Geschäft Ramspeck übernehmen.

Bereits in der vergangenen Woche kontaktierte unsere Redaktion die Noch-Inhaberin: "Ja, wir haben wahrscheinlich einen Nachfolger gefunden, wir wollen aber warten, bis die Tinte trocken ist", erklärt Metz-Schmidt gegenüber OSTHESSEN|NEWS. "Wir werden im Februar noch an die Öffentlichkeit gehen und wenn alles gut geht, den neuen Inhaber vorstellen", erklärt sie. Am Donnerstag nun die freudige Nachricht: eine Nachfolgerin für das weit über die Grenzen hinaus ist mit Barbara Schönenberg aus Alsfeld gefunden, wie Metz-Schmidt im Gespräch mit O|N berichtet. "Es gab mehrere Interessenten, aber ich habe mich relativ früh für Barbara Schönenberg entschieden. Es war von Anfang an ein harmonisches Miteinander", freut sie sich.

Am 24. April, beim Alsfelder Käsemarkt, wird Metz-Schmidt den "Ramspeck" das letzte Mal öffnen, dann schließen sich nach 20 Jahren die Türen. "Für mich ist das alles noch sehr unwirklich, ich denke immer, es ist noch so lange hin. Aber ich habe es mir ja selbst ausgesucht, wir haben nun ein gewisses Alter und eben in der Familie keinen Nachfolger gefunden. Jetzt genießen wir eben die Vorfreude auf ein ganz neues Leben."

Wenige Tage nach der Schließung, am 2. Mai, wird dann Schönenberg das Geschäft neu eröffnen. Das Flair des Kult-Geschäftes soll dadurch nicht verloren gehen: "Ich möchte das Geschäft in diesem Sinne weiterführen und es so lassen, wie es ist", verspricht sie. Deshalb wird es auch kein Ausverkauf geben, "die Ware wird so übernommen". Auch die neun Mitarbeiter können, wenn sie es denn wollen, unter der neuen Führung im Geschäft weiterarbeiten. Schönenberg kann es jetzt schon kaum erwarten, das 500-Quadratmeter-Schmuckstück im Mai zu übernehmen: "Meine Freude ist gar nicht in Worte zu fassen, es ist eine Mischung aus Aufregung, Neugierde und unheimliche Vorfreude." (Luisa Diegel) +++