Kids mit Feuereifer dabei

Kinder-Uni: Spannende Vorlesung "Nach einem Unfall: Retter in der Not"

Kinder-Uni mit Prof. Hessmann und dem Roten Kreuz am Klinikum Fulda.
Fotos: Laura Struppe

13.02.2020 / FULDA - Was tut man eigentlich nach einem Unfall? Welche Maßnahmen sollten Ersthelfer ergreifen? Wie setzt sich die Versorgungskette fort? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer spannenden Vorlesung mit dem Titel "Nach einem Unfall: Retter in der Not", zu der die Kinder-Uni am Mittwochnachmittag ins Klinikum Fulda eingeladen hatte. Und die etwa 50 Jungen und Mädchen waren mit Feuereifer dabei.

Die Kinder-Uni ist eine Zusammenarbeit der Kinder-Akademie Fulda (KA) mit der Hochschule Fulda und wird von KA-Mitarbeiterin Martina Grohn organisiert. Immer in den ersten Monaten eines Jahres werden wöchentlich Vorlesungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren angeboten. Das Spektrum der Themen ist dabei breit gefächert und reicht von Wirtschaft über Kultur, Kirche und Umwelt bis hin zu medizinischen Referaten. Dozent am Mittwoch war Professor Martin Hessmann von den Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Fulda.

In seinem Vortrag stellte er zunächst einige Zahlen vor. Jährlich gebe es in Deutschland über 2.600.000 Unfälle mit fast 400.000 Verletzten und an die 3.300 Toten; 49.000 davon seien Kinder unter 15 Jahren. Zur Verblüffung des jungen Auditoriums passieren die meisten Unfälle nicht auf der Autobahn, sondern in Ortschaften und auf Landstraßen.

Auf die Frage, was Ersthelfer zunächst beachten sollten, schallte es Professor Hessmann entgegen: "Erstmal die 112 wählen und einen Rettungswagen rufen." Weitere wesentliche Punkte im Unfall-Management: die Sicherung der Unfallstelle, einen Überblick verschaffen, das Unfallopfer ansprechen und im Bedarfsfall die stabile Seitenlage oder das Anlegen von Verbänden.

Sehr plastisch erläuterte Hessmann Details über Rettungswagen, Rettungssanitäter und Notärzte, den Rettungshubschrauber Christoph 28 und wie die medizinische Erstversorgung im Krankenhaus abläuft. Und die Kinder stellten viele kluge Fragen und lieferten ebenso kluge Antworten.

"Ich bin ganz überrascht, was ihr schon alles wisst", lobte denn auch Peter Becker, der Leiter der DRK-Akademie. Das Deutsche Rote Kreuz hatte sich für die Jungen und Mädchen eine ganz besondere Überraschung ausgedacht und vor dem Klinikum zwei Rettungswagen geparkt. Rettungssanitäter erklärten deren Aufbau und gaben den Kindern damit seltene Einblicke in diese dreieinhalb Tonnen schweren "Kliniken auf Rädern". (mw) +++