Vom Dampfradio zum DAB

Welttag des Radios: Ist das Kult- und Informationsmedium ein Auslaufmodell?

Kofferradios waren damals schwer im Trend. Das Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld hat eine Abteilung für Radiogeschichte mit interessanten Exponaten.
Fotos: Maria Franco

13.02.2020 / REGION - Jährlich am 13. Februar ist der Welttag des Radios: Inzwischen gibt es die Geräte in allen Formen, Größen und Farben. Der Beliebtheitsgrad hat sich auch im 21. Jahrhundert nicht verändert. Ob bei der Arbeit im Büro, im Auto, beim Kochen, beim Putzen oder zum netten Zeitvertreib - die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Seit 2012 hat die UNESCO diesen Kalendertag mit der Begründung zum Welttag des Radios erklärt, dass 1946 am gleichen Datum der Sendebeginn des United Nations Radio startete. Mit der Aktion soll auf die Bedeutung des Mediums aufmerksam gemacht werden: Das Radio ist eine Informationsquelle, das weltweit für Vernetzung sorgt. Themenbereiche wie Sport, Politik, Kultur, Verkehr sowie das aktuelle Weltgeschehen werden aufgegriffen. Raum für Diskurse gibt es ebenfalls zur Genüge. Ein wichtiger Bestandteil darf natürlich nicht fehlen: die Musik. Im Jahr 2019 gab es rund 36,51 Millionen Personen in Deutschland ab 14 Jahren, die täglich Radio hörten.

Die Entwicklung der Empfangsgeräte schritt im Laufe der Zeit weiter voran. Anfang der 20er Jahre noch ein einfacher Detektorempfänger mit Kopfhörern, ging es weiter zum Kofferradio, dem Kultgerät der 60er Jahre, zu Röhrenradios und Radiorekordern. Einem Konkurrenten muss sich das Radiogerät heutzutage stellen: dem Internet. Zukünftige Geräte müssen demnach viele Funktionen in einem beinhalten wie eine Bluetooth-Verbindung und einen integrierten Wecker. Aber auch intelligente Sprachassistentinnen wie Alexa schlagen neue Wege ein. Wie sich der Trend in den nächsten Jahren entwickelt, gilt abzuwarten: Vielleicht ist das Radio dann ein Auslaufmodell und neue Ideen setzen sich durch.

Haben Sie noch einige alte Retro-Schmuckstücke bei sich zu Hause verstaut, an denen persönliche Erinnerungen hängen? Dann senden Sie uns Bilder von Ihrem besonderen Exemplar im Querformat an redaktion@osthessen-news.de (Maria Franco) +++