Schlichtungsgespräche beginnen

Aufatmen bei Schülern und Pendlern: Friedenspflicht bei den Busfahrern

Am Montag rollen die Busse wieder - die Gewerkschaft Verdi hat die Streiks nach 13 Tagen zumindest unterbrochen
Archivfoto: O|N

02.12.2019 / FULDA - Die hessischen Busfahrer privater Omnibusunternehmen unterbrechen mit der Spätschicht am Sonntagabend nach 13 Tagen ihren Streik, weil sie nach eigenen Angaben am Montag in die Schlichtung gehen. Für die Dauer der Schlichtung herrsche Friedenspflicht, so die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung.

Ver.di-Streikleiter und Verhandlungsführer Jochen Koppel zieht eine positive Bilanz: "Die Kolleginnen und Kollegen haben Stärke, Entschlossenheit und Ausdauer gezeigt. Denn bis heute war die Teilnahme ungebrochen, es sind sogar immer wieder Streikende dazu gekommen. Und das trotz der Kälte. Besonders in den letzten Tagen haben wir von unterschiedlichen Seiten noch einmal viel Zuspruch bekommen, Solidaritätserklärungen, Besuche von öffentlichen Personen und wir haben Streikversammlungen abgehalten, was das Gemeinschaftsgefühl gestärkt hat."

Bei den Fahrgästen wirbt Koppel um Verständnis: "Wir wissen, dass auch Sie viel aushalten mussten in den vergangenen zwei Wochen und das bedauern wir von Herzen. Doch es war sehr wichtig, hier Konsequenz zu zeigen. Leider haben die Arbeitgeber es wieder zu einem langen Streik kommen lassen. Wir hoffen sehr, dass die Schlichtung uns jetzt näher zusammenbringt."

Morgenvormittag beginne nach Angaben von Verdi die Schlichtung an einem Ort, den die verhandelnden Parteien nicht nennen möchten, um in konzentrierter Atmosphäre ohne Ablenkungen verhandeln zu können. (pm) +++