Gegen Sand auf Kunstrasen

Das ungewollte Heimspiel für die Britannia

Zufrieden ist Heiko Rützel mit der Ansetzung des Spiels auf dem Eichenzeller Kunstrasen nicht.
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

29.11.2019 / EICHENZELL - Der nasse und kalte November hat seine Spuren auf den Plätzen der Region hinterlassen. Zahlreiche Spiele fielen aus - auch die zwei angesetzten Heimspiele des Fußball-Verbandsligisten FC Eichenzell. Dass das Spiel gegen den SSV Sand stattfinden kann, liegt daran, dass die Britannia auf einen für Pflichtspiele ungewollten Platz ausweichen müssen.

Erstmals seit dem 26. Oktober wird der FC Eichenzell wieder ein Heimspiel austragen - auf dem Kunstrasenplatz neben der Von-Galen-Schule. Ein Umstand, der der Britannia nicht in den Kram passt. "Wir spielen sehr ungern dort, aber werden das jetzt gegen Sand machen. Der Platz ist für Pflichtspiele einfach nicht ausgelegt, der Verein hat dadurch auch wirtschaftliche Einbußen", sagt Eichenzells Trainer Heiko Rützel zu der Entscheidung.

Denn alles, was für Heimspiele der Eichenzeller benötigt wird, muss zum Kunstrasenplatz gebracht werden. Wirkliche Umkleidekabinen hat der Platz nicht, dafür müssen die Räumlichkeiten des TLV Eichenzell genutzt werden. Möglichkeiten zum Unterstellen gibt es ebenfalls keine, Zuschauer könnte man bei schlechtem Wetter wohl kaum erwarten. Zum Training und für Testspiele weicht Eichenzell gerne dorthin aus - bei Meisterschaftsspielen seien die Grenzen jedoch erreicht.

Da schon die letzten zwei Heimspiele ausfielen, drängte der Klassenleiter auf eine Durchführung des Spiels. Und auch gegen Melsungen die Woche drauf soll gespielt werden. Ob auch das auf dem Kunstrasen stattfinden wird, wollen sich die Eichenzeller noch genau überlegen. Auch sportlich kommt das Kräftemessen mit Sand nicht gerade zum besten Zeitpunkt, spricht weder die aktuelle Form noch die Personalsituation für die Britannia. "Man muss schon ein sehr großer Optimist sein", so Rützel.

Was ihm trotz der 0:5-Niederlage in Flieden gefallen hat, war, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat. Für das Spiel gegen Sand erhofft sich Rützel, dass sein Team den SSV nicht in einen Flow kommen lässt: "Ansonsten kann es zum Trainingsspiel werden. Wir müssen nah dran sein und wenn wir am Ball sind, wollen wir natürlich Fußball spielen." Ob sich der Kunstrasen positiv oder aufgrund der spielerischen Qualität Sands eher negativ für Eichenzell auswirkt, wird sich zeigen.