Gewerbepark als Lösung

Gießener Firma kauft leerstehendes RKW-Gelände in der Marktgemeinde

Auch interessierte Philippsthaler und ehemalige Arbeitnehmer von RKW kamen zur Vorstellung des Investors.
Fotos: Kevin Kunze

09.11.2019 / PHILIPPSTHAL (W.) - "Die Geschichte des ehemaligen RKW-Geländes schlägt ein neues Kapital auf, vor 50 Jahren nahm die Firma Werra Plastik die Arbeit auf, jetzt ein halbes Jahrhundert später gibt es einen neuen Investor", freute sich der scheidende Philippsthaler Bürgermeister Ralf Orth. Rund fünf Jahre nach dem die Firma RKW die Produktion an andere Standorte verlagerte, will der Gießener Investor einen Gewerbepark errichten.

"Meine Firma Revikon möchte das 60.000 Quadratmeter große Gelände sanieren und nach baulicher Instandsetzung erfolgreich vermarkten. Erste Interessenten haben schon ihr Interesse bekundet", erklärte der Gießener Daniel Beitlich. Seine Firma, die als führender Entwickler für die Revitalisierung und Konversion von Militärgeländen oder auch Indusrtiegeländen gilt, möchte in Philippsthal mehrere Firmen anwerben. Dabei sieht der Mittelhesse als größten Vorteil, dass Büroräume oder die zur Verfügung stehenden Hallen nach den individuellen Kundenbedürfnissen gestaltet werden können.

"Als wir vor knapp vier Jahren die Nachricht bekommen haben, dass die Firma schließt war das für uns eine Hiobsbotschaft. Durch die Schließung sind knapp 200 Arbeitsplätze verloren gegangen", erklärte Bürgermeister Orth. Auch der Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg Dr. Michael Koch (CDU) zeigte sich ob der neuerlichen Entwicklung glücklich: "Dieses Gelände ist ein Rohdiamant, als öffentlicher Träger kann man dieses Gelände zu einem Edelstein nicht schleifen. Deshalb bin ich froh, dass nun endlich ein privater Investor gefunden wurde."

Beitlich bremste aber zugleich die Euphorie: "Es ist nicht zu erwarten, dass im nächsten Jahr schon der komplette Gewerbepark besetzt sein wird. Mein Ziel ist es in fünf Jahren mit der Investition glücklich zu sein, dafür benötigt es aber noch die notwendige Zeit." Revikon plant rund acht bis zehn Unternehmen am Kali-Standort zu etablieren. Hierbei können die Unternehmen genau nach ihren Bedürfnissen und Größe, Teile des Geländes anmieten, dabei kann eine große Flexibilität gewährleistet werden. Neben den zur Verfügung stehenden Hallen können auch Büroräume angemietet werden. (Kevin Kunze)+++