Osthessen kreuzen die Klingen

Kampfspiel in der Rhön - Bleibt der HSV eine Derby-Macht?

Der Hünfelder SV um Maximilian Fröhlich trifft nun auch erstmals in einem Pflichtspiel auf die Reserve der SG Barockstadt.
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

08.11.2019 / REGION - Zwei direkte Duelle osthessischer Verbandsligisten stehen am Wochenende an. In Ehrenberg gastiert am Samstag der SV Flieden, beide Mannschaften stecken momentan in einer Formkrise. Anders sind da schon die Vorzeichen bei der Partie zwischen der SG Barockstadt II und dem Hünfelder SV.

Die Barockstadt-Reserve ist derzeit nicht zu beneiden, haben sie mit CSC Kassel (0:3), dem Hünfelder SV am Sonntag und die Woche drauf mit dem SSV Sand schwere Spiele im November zu bewältigen. Zuletzt beklagte SGB-Trainer Marco Lohsse über mangelnde Unterstützung aus der ersten Mannschaft, obwohl man vor der Saison mit dem Konzept in die Spielzeit ging, nicht mehr so sehr von der Hessenliga aufzufüllen. Für Mario Rohde, Abteilungsleiter des Hünfelder SV, spielt diese Diskussion aber keine Rolle.

"Die Mannschaft ist so ein bisschen eine Wundertüte, aber das soll uns egal sein. Barockstadt hat einen Trainerfuchs, der sich hier auskennt und gute Arbeit macht", so Rohde. Gerade, weil es ein Derby ist und die tabellarische Situation für den HSV motivierend sein dürfte, soll in Lehnerz ein Sieg gelandet werden. "Wir müssen an die Leistung nach der roten Karte anknüpfen. Dann bin ich guter Dinge, dass wir gewinnen. Aber nur dann", fordert Rohde, die Leistung gegen Vellmar mit elf Mann in Zukunft zu vergessen.

Obwohl die Jahreszeit und die tiefen Plätze eher den kämpfenden Teams passt, freuen sich die Hünfelder auf ein Duell zwischen zwei spielstarken Mannschaften. "Das kommt uns natürlich entgegen, Barockstadt wird auch auf Ballbesitz spielen", mutmaßt Rohde. Tags zuvor findet schon das direkte Duell zwischen Ehrenberg und Flieden statt, die zuletzt beide einige Niederlagen einstecken mussten und entsprechend nicht mit dem größten Selbstvertrauen auflaufen werden.

"Wieder einen positiven Trend schaffen" 

Zlatko Radic, Trainer der Fliedener Buchonen, peilt in den letzten vier Saisonspielen die volle Punktzahl an, zumal es gegen Teams geht, die hinter dem SV Flieden in der Tabelle stehen. "Ich erwarte wieder einen positiven Trend zu schaffen. Wir sind nicht zufrieden, wollen aber positiv die nächsten Spiele angehen", so Radic. Zuletzt gegen Sand haperte es an der Defensive, eigene Führungen gingen zu schnell wieder verloren.

"An der Defensive müssen wir was ändern. Irgendwann bekommen wir das in den Griff", betont Radic. Aus Fliedener Sicht wäre "irgendwann" am liebsten schon am Freitag, um sich für die Winterpause zu positionieren. In einem Spiel, was von Kampf geprägt sein wird, muss Flieden auf Leon Busch (Zerrung) verzichten, ansonsten bleibt der Kader gegenüber letzter Woche unverändert. (tw) +++