Mitgliederversammlung beim Stadtverband

Einstimmig wieder gewählt: Dag Wehner bleibt Vorsitzender der CDU Fulda

Der neugewählte Vorstand: Unter anderem mit dem Vorsitzenden Dag Wehner.
Fotos: Kevin Kunze

07.11.2019 / FULDA - Einstimmig wiedergewählt: Dag Wehner wurde bei der diesjährigen CDU-Mitgliederversammlung des Fuldaer Stadtverbandes im Amt bestätigt. Während Wehner und der gesamte Kreisverband auf kommunalpolitische Erfolge im vergangenen Jahr zurückblicken konnten, wurde die Bundespolitik kritisch beleuchtet. Bei der Versammlung wurde deshalb zu mehr Mut aufgerufen, sich auch an überregionalen Themen zu beteiligen.

Zu Beginn der Veranstaltung blickte Wehner auf das zurückliegende Jahr zurück: Hierbei betonte der Bürgermeister, dass die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ein großer Schritt gewesen sei. Auch bei der Wohnungssituation in Fulda ist der CDU-Kommunalpolitiker positiv gestimmt: "Wir können auf eine gelungene Siedlungsentwicklung in der Stadt blicken, bei wachsenden Bevölkerungszahlen ist dies von enormer Bedeutung." Nicht nur die kommunale Politik hatte Wehner bei seiner Rede im Blick: "Die gesamte bundespolitische Entwicklung der CDU ist nicht gut, das haben sowohl die Wahlergebnisse bei der Europawahl oder die Landtagswahlen, wie zuletzt in Thüringen bewiesen."

Allerdings richtete sich auch der Blick in Richtung Zukunft: In zwei Jahren finden die Kommunalwahlen in Hessen statt, dort soll auch der Fuldaer Stadtverband verändert in den Wahlkampf ziehen: "Wir wollen unsere Mitglieder aktiv mit einbinden und das Mitdenkforum weiter etablieren. Des Weiteren müssen wir für den Wahlkampf uns weiter professionalisieren", erklärte der Fuldaer Bürgermeister.

Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans-Dieter Alt ist mit der Arbeit in der Stadt sehr zufrieden: "Die Koalition mit der CWE-Fraktion funktioniert sehr gut. Die politischen Prozesse hier in Fulda laufen zügig ab, es wird eine gute Arbeit geleistet." Doch auch Alt mahnte die Bundespolitik der CDU an, für ihn müsse auch der Stadtverband zu überregionalen Themen mehr Stellung beziehen.

Neben dem Bürgermeister legte auch der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld seinen Bericht den Mitgliedern vor: "Die Stadt entwickelt sich immer weiter, als Beispiel hierfür kann man die Bevölkerungszahlen betrachten. Während unsere Domstadt in den 1980er Jahren rund 54.000 Einwohner hatte, stehen wir kurz vor der 70.000 Einwohner-Grenze." Für Wingenfeld zwar eine herausfordernde aber spannende Aufgabe. Zudem lobte er, dass im Gegensatz zur Landes- und Bundespolitik Projekte schnell umgesetzt werden. Dafür nahm der Oberbürgermeister als Beispiel den Bau der neuen RhönEnergie-Zentrale am Löhertor, die von Idee bis Fertigstellung knapp vier Jahre benötigte.

Dann standen die Wahlen an: Als Versammlungsleiter und ehemaliger Oberbürgermeister Gerhard Möller das Ergebnis verlas, reagierte Wehner überrascht vom Ergebnis. Er wurde einstimmig mit 75 abgegeben Stimmen erneut zum Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Fulda gewählt. Zudem bekamen Detlef Jestädt, Hermann-Josef Klüber und Esther Schmitt-Eckart als stellvertretende Vorsitzender das Vertrauen von den Mitgliedern.

Doch die Mitgliederversammlung dient den Mitgliedern ebenfalls, um Mitgliederzahlen und die finanzielle Situation zu erfahren. Momentan hat der Stadtverband 598 Mitglieder im Vergleich zu 2017 sind dies 17 Mitglieder weniger. Das Durchschnittsalter bleibt dagegen unverändert bei 60 Jahren, der Frauenanteil des Verbandes liegt aktuell bei 25 Prozent. Finanziell kann der Stadtverband auf sehr positive Zahlen blicken, für das diesjährige Jahr wird ein Überschuss von rund 25.000 Euro erwartet, den die CDU auch benötigt, um die kommenden Wahlkämpfe zu finanzieren. (Kevin Kunze)+++